USA greifen Rebellen im Jemen an

Das US-Militär hat Radaranlagen von schiitischen Rebellen angegriffen, angeblich, um sich selbst zu verteidigen. In den vergangenen vier Tagen wurde ein US-Zerstörer zweimal attackiert. Die Rebellen dementieren ihre Beteiligung.

Ein Bild der US-Marine nachdem Tomahawk-Rakete eine Radaranlagen der Huthi-Rebellen getroffen hat.

Bildlegende: Ein Bild der US-Marine nachdem Tomahawk-Rakete eine Radaranlagen der Huthi-Rebellen getroffen hat. Keystone

Nach dem erneuten Beschuss eines ihrer Zerstörer im Roten Meer haben die USA nach Angaben des Verteidigungsministeriums Ziele in einem von Huthi-Rebellen kontrollierten Gebiet im Jemen angegriffen. Das Militär zerstörte demnach drei Radaranlagen.

Es habe sich bei den Angriffen an der jemenitischen Küste des Roten Meeres um «begrenzte Selbstverteidigungsangriffe» gehandelt, teilte ein Pentagon-Sprecher mit. Nach erster Einschätzungen wurden die Ziele zerstört.

Keine Verletzten bei Angriff

Zuvor war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums zum zweiten Mal binnen vier Tagen am Mittwoch der Zerstörer USS Mason vor der Küste des Jemens aus dem Gebiet der schiitischen Rebellen beschossen worden. Mindestens eine Rakete sei abgeschossen und abgewehrt worden.

Wie beim ersten Fall am Sonntag gab es demnach weder Verletzte noch Schäden. Die nun zerstörten Radaranlagen seien an den Raketenangriffen beteiligt gewesen, sagte der Ministeriumssprecher. US-Präsident Barack Obama habe den Gegenschlag genehmigt.

Die schiitischen Rebellen dementierten die Anschuldigungen der USA, sie seien für den Angriff auf den US-Zerstörer verantwortlich: «Das Militär und die Miliztruppen haben nichts mit den Angriffen zu tun», sagte ein verantwortlicher Militäroffizier.

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