USA setzen auf schnelle Eingreiftruppe gegen Ebola

US-Präsident Barack Obama schätzt die Gefahr eines umfassenden Ebola-Ausbruchs in den USA zwar als gering ein. Zugleich kündigt er aber ein aggressiveres Vorgehen seiner Regierung bei neuen Erkrankungen an.

Obama sitzt an einem langen Tisch mit vielen Mitarbeitern, hinten ein TV-Bildschirm.

Bildlegende: Die Antwort der USA auf den Ebola-Ausbruch in Dallas, Texas: schnelles Eingreifen. Keystone

Die USA wollen aggressiver gegen Ebola vorgehen. «Wir nehmen das auf höchster Regierungsebene sehr ernst», sagte Barack Obama am Mittwoch nach einem Treffen mit Tom Frieden, Chef der US-Seuchenbehörde, und seinen Gesundheitsberatern.

Ein medizinische Eingreiftruppe solle künftig innerhalb von 24 Stunden in die betroffenen Spitäler geschickt werden. Dort sollen sie dafür sorgen, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten würden, sagte Obama. Mitarbeiter im Gesundheitswesen müssten geschult und vor der Krankheit geschützt werden.

Warnung vor weltweiter Verbreitung der Epidemie

Vor allem aber müsse Ebola an seiner Quelle angegriffen werden, in Westafrika. Sollte die Krankheit dort ausser Kontrolle geraten, könne sie sich wegen des Reiseverkehrs auf dem ganzen Globus verbreiten, warnte Obama.

Am Mittwoch war ein weiterer Fall einer Ebola-Infektion innerhalb der USA bekannt geworden. Es handelt sich erneut um eine Krankenschwester, die einen zuvor an Ebola erkrankten Mann aus Liberia in Dallas im US-Bundesstaat Texas gepflegt hatte.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Seuchenherd Liberia

    Aus Rundschau vom 15.10.2014

    Im westafrikanischen Land sind bereits Tausende an Ebola erkrankt. Die Rundschau-Reportage zeigt den verzweifelten Kampf gegen die Ausbreitung des Virus, das immer mehr auch die Wirtschaft Liberias zerfrisst: Leere Märkte, geschlossene Schulen und Spitäler ohne Personal. Die Helfer sind im Dauereinsatz, doch sie stossen an ihre Grenzen, denn die Hilfe der Weltengemeinschaft kommt zögerlich und oft zu spät.