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Seitenhieb gegen Trump USA sind für Merkel kein verlässlicher Partner mehr

Die alten Banden mit den USA sind vorbei. Europa muss für sich selber schauen. Davon zeigt sich Angela Merkel überzeugt.

Legende: Video «Merkel ruft Europäer zu mehr Eigenständigkeit auf» abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Vom 28.05.2017.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem enttäuschenden G7-Gipfel ein deutliches Fazit gezogen: «Wir Europäer müssen unser Schicksal wirklich in die eigene Hand nehmen.»

Kritik an USA und Grossbritannien – Lob an Frankreich

Die USA seien kein verlässlicher Partner mehr. «Die Zeiten, in denen wir uns auf andere völlig verlassen konnten, die sind ein Stück vorbei. Das habe ich in den letzten Tagen erlebt», sagte Merkel in einer Bierzeltrede in München-Trudering.

Merkel und Trump stehen nebeneinander. Beide schauen in die jeweils andere Richtung.
Legende: Bereits beim ersten Treffen in Washington wurde klar: In zentralen Fragen liegen Trump und Merkel weit auseinander. Keystone/Archivbild

Merkel bezog sich mit ihren Worten auf die neue US-Regierung von Donald Trump. Sie bezog aber auch den bevorstehenden Brexit Grossbritanniens mit ein.

Es müsse natürlich bei der Freundschaft zu den USA und Grossbritannien bleiben. «Aber wir müssen wissen, wir müssen selber für unser Schicksal kämpfen.» Dabei gab sie einem guten Verhältnis zu Frankreich unter dem neuen Präsidenten Emmanuel Macron eine besondere Bedeutung.

Trump sorgt an Gipfel für Unmut

US-Präsident Donald Trump hat die Gruppe der sieben grossen Industrienationen (G7) mit seinem Konfrontationskurs in eine schwere Krise gestürzt. Massive Differenzen gab es im Klimaschutz und beim Umgang mit Flüchtlingen. Allein in der Handelspolitik näherten sich die Staats- und Regierungschefs am Samstag an. Die mageren Ergebnisse des Gipfels stiessen auf scharfe Kritik.

120 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    NATO ohne Deutschland welch ein Gewinn fuer die NATO.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Schöne und wahre Worte von Merkel. Die grosse Frage wird sein, in wie weit sie souverän entscheiden kann, wenn Interessen der USA betroffen sind. Denn die USA profitiert ganz erheblich vom "Alten Europa", zumindest in Bezug auf potente Wirtschaftsmächte und auch als Standort für ihre diversen Militär- und sonstigen Basen und Überwachungszentren. Überall haben sich die USA eingenistet. Meist ohne zu fragen. Sie hatten einfach die Macht, das Geld und Geheimdienst-Unterlagen wichtiger Personen.
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  • Kommentar von M. Berger (Mila)
    @Bernoulli etc.! Es wird oft übersehen, dass es auch in den USA viele Zwischentöne gibt und nicht nur Reps und Dems. Gut und zu hoffen ist, dass Europa sich nicht den USA unterordnet, ob Trump oder ein e andere r an der Spitze ist. Auf Augenhöhe mit Ost und West, Süd und Nord und mit etwas mehr Eigenständigkeit liesse sich die Lage normalisieren und vielleicht könnten langfr. Lösungen gefunden werden, die Allen zugute kommen, sofern die Leute endlich lernen über den Tellerrand hinauszuschauen.
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