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International USA und Russland halten Abstand – aus Sicherheitsgründen

Im Luftraum über Syrien sind sich US-Flugzeuge und russische Jets gefährlich nahe gekommen. Um das in Zukunft zu verhindern, haben sich beide Seiten auf eine Übereinkunft geeinigt.

Mit einem schriftlichen Memorandum haben die USA und Russland sich auf direkte militärische Absprachen geeinigt, um Zwischenfälle im Luftraum über Syrien zu vermeiden.

Teil des Papiers sei die Einigung auf einen «sicheren Abstand» zwischen Flugzeugen und Drohnen, sagte Pentagonsprecher Peter Cook, ohne konkrete Entfernungen zu nennen. Für den Fall, dass Piloten in der Luft nicht direkt miteinander sprechen könnten, gebe es am Boden einen weiteren Kommunikationskanal. Das Dokument sei auf Bitten der Russen nicht veröffentlicht worden.

«Wichtiger Schritt»

Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem «wichtigen Schritt». Der Text des Memorandums zur Vorbeugung von Zwischenfällen sei «präzise abgestimmt» worden, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow. «Wir hoffen, dass dieses Dokument für die Luftstreitkräfte aller Länder der Anti-IS-Koalition gelten wird. Die USA haben sich verpflichtet, die Regeln an alle ihre Partner weiterzugeben, die in Syrien operieren», meinte der Offizier der Agentur Interfax zufolge.

Washington bestätigt Zwischenfälle

Bisher habe es eine «Handvoll» Fälle im Luftraum über Syrien gegeben, die Washington als unsicher einstufe, sagte Cook. CNN berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen im Pentagon, dass ein russischer Kampfjet sich einem US-Flugzeug auf 150 Meter genähert habe. In einem weiteren Fall habe die Entfernung einer russischen Maschine zu zwei US-Jets weniger als 500 Meter betragen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    In diesem Konflikt gibt es keine Guten. Auch die Kurden haben Interessen, aber natürlich verselbständigt sich die Gewalt in jedem militärischen Verband irgendwann. Der Westen operiert in der Tradition des britischen Empires nach dem Prinzip "divide et impera". Während R. Erdogan den Kurden den Krieg erklärt und den Daesh (IS) bestenfalls zögerlich bekämpft, weil er eigentlich selber Islamist und Feind von B. al-Assad ist, werfen die USA 50 Tonnen Munition für Kleinwaffen über dem Nordirak ab.
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