USA verlangsamen Truppen-Abzug aus Afghanistan

Derzeit sind knapp 10'000 US-Soldaten in Afghanistan stationiert. Ursprünglich sollte die Truppenstärke bis Ende 2015 halbiert werden. Nun aber hat Präsident Barack Obama entschieden, die Soldaten bis dahin im Land zu lassen – auf Erbitten der afghanischen Regierung.

Ashraf Ghani und Barack Obama beim Gespräch

Bildlegende: Mit dem verzögerten Truppenabzug kommt Barack Obama dem Wunsch des afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani nach. Keystone

Die USA ziehen ihre verbliebenen Soldaten langsamer aus Afghanistan ab als bisher geplant. Das teilte das Weisse Haus nach einem Treffen von US-Präsident Barack Obama mit seinem afghanischen Amtskollegen Ashraf Ghani mit.

Truppenabzug bis Anfang 2017 soll gelten

Die derzeitige Truppenstärke von 9800 Männern und Frauen wird demnach bis Ende 2015 bestehen bleiben. Eigentlich sollte die Zahl bis Ende Jahr halbiert werden. Man folge damit einer Anfrage der afghanischen Regierung. Diese «Flexibilität» beim Abzug spiegele die neu belebte Partnerschaft mit Afghanistan wider, so das Weisse Haus.

Die US-Regierung hält aber daran fest, den Truppenabzug bis Anfang 2017 abschliessen zu wollen. Danach sollen nur noch ungefähr 1000 Soldaten im Land bleiben – zum Schutz der US-Botschaft in Kabul.