USA verstärken Raketenabwehr

Der Streit der USA mit Nordkorea und dem Iran zeigt Wirkung. Washington will zusätzliche Abwehrraketen aufstellen. Die US-Geheimdienste schätzen die Gefahr eines atomaren Angriffs aus Nordkorea allerdings als gering ein.

Die USA wollen ihre Raketenabwehr verstärken, um besser auf einen etwaigen nordkoreanischen oder auch iranischen Atomangriff vorbereitet zu sein. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel kündigte die Aufstellung von 14 zusätzlichen bodengestützten Abwehrraketen bis Ende 2017 an.
 
Ein zweites Radarsystem werde in Japan stationiert. Wie Hagel weiter sagte, haben die USA China über diese Schritte informiert. Der Pentagonchef erwähnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die zugespitzte Lage mit Nordkorea.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte angesichts neuer Sanktionen durch den UNO-Sicherheitsrat den USA mit einem atomaren Angriff gedroht.

Die US-Geheimdienste schätzen die Gefahr eines atomaren Angriffs aus Nordkorea allerdings als gering ein. Das nordkoreanische Atomwaffenarsenal diene «der Abschreckung, dem internationalen Prestige und als diplomatisches Druckmittel», sagte der Nationale Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper.

Der Iran wir durch die internationale Atomenergiebehörde IAEA verdächtigt, in der Militäranlage Parchin Experimente mit Zündern für Atomwaffen vorzunehmen. Teheran besteht hingegen darauf, dass es in der Anlage keine atomaren Aktivitäten gibt.