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International USA verweigern Irans neuem UNO-Botschafter die Einreise

Die Beziehungen zwischen den USA und Teheran sind seit Jahrzehnten angespannt. Jetzt lehnt es die Regierung in Washington sogar ab, einem iranischen UNO-Diplomaten ein Visum auszustellen – weil dieser vor 35 Jahren an einer Geiselnahme beteiligt gewesen sein soll.

Die USA verweigern dem neuen UNO-Botschafter Irans, Hamid Abutalebi, die Einreise. Das Weisse Haus habe Teheran bereits vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass es die Botschafterwahl nicht akzeptiere, teilte ein Regierungssprecher mit.

Die USA werfen Abutalebi vor, er sei unter den Studenten gewesen, die 1979 die US-Botschaft in Teheran stürmten. Rund 50 Amerikaner waren danach über ein Jahr als Geiseln gehalten worden. Abutalebi dementiert diesen Vorwurf. Er habe damals lediglich als Übersetzer gearbeitet, als ein Teil der Geiseln freigelassen wurde.

Teheran will nicht nachgeben

Der Iran will derweil an seinem Kandidaten festhalten. Man werde keine Alternativen zu Hamid Abutalebi präsentieren, sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghchi nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr. Washington warf er den Bruch internationalen Rechts vor und kündigte juristische Schritte gegen die USA an.

Die Einreisesperre ist eine delikate Entscheidung. Denn die USA sind grundsätzlich verpflichtet, allen UNO-Vertretern die Einreise zu gewähren – auch wenn Washington im Konflikt mit deren Heimatstaaten steht. Der Kongress hat jedoch kürzlich ein Gesetz verabschiedet. Es verbietet die Vergabe von UNO-Visa an Terrorverdächtige.

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