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International USA wollen mehr Flüchtlinge aufnehmen

Lange Zeit hatten die Vereinigten Staaten die Problematik der syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge den Europäern überlassen. Doch nun kündigte US-Aussenminister Kerry einen Kurswechsel an.

Die USA wollen nächstes Jahr zusätzlich 15'000 Flüchtlinge aufnehmen. Das sagte Aussenminister John Kerry nach einem Gespräch mit dem deutschen Aussenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin.

Damit könnten nächstes Jahr insgesamt 85'000 Flüchtlinge in den USA Zuflucht finden. 2017 solle die Obergrenze dann auf 100'000 erhöht werden, so Kerry weiter. Davon profitieren sollen auch Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

Legende: Video Einschätzungen zum amerikansich-deutschen Treffen abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.09.2015.

«Töten in Syrien ein Ende setzen»

Kerry betonte, er würde gerne mehr ankündigen. Jedoch hätten die USA zu wenig Personal, um die nötigen Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen. «Wir tun das, was wir kurzfristig leisten können.» Mit Blick auf die Syrien-Krise betonte Kerry, sein Land wolle das Problem an der Wurzel packen. Es könne aber nur eine politische Lösung geben.

Steinmeier sagte, nach fünf Jahren Bürgerkrieg mit vielen Toten und Millionen Flüchtlingen sei klar: «Wir fühlen und empfinden die politische und moralische Pflicht, dem Töten in Syrien ein Ende zu setzen.» Für einen neuen diplomatischen Anlauf müssten auch die Türkei, Saudi-Arabien, der Iran und Russland für eine gemeinsame Haltung gewonnen werden.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Sie, die USA, müssen nicht "Flüchtlinge" aufnehmen. Das ist bei X-Millionen Immigranten und auch vielen Flüchtlingen, die sich aber allesamt als Flüchtlinge ausgeben, eh sinnlos, gefährlich oder ein Tropfen auf den heissen Stein. Es genügte, wenn sie für sichere Flüchtlingslager sorgten, endlich mit Russland den kalten Krieg beendeten und das von ihnen verursachte Chaos wieder einigermassen ordneten, damit die Flüchtlinge zurückkehren können und die Immigranten zuhause bleiben.
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  • Kommentar von Walter Balmer (W. Balmer)
    Super, das Einwanderungsland nimmt pro Jahr ca. 300 Flüchtlinge pro 1 Million Einwohner auf. Amerika habe zu wenig Personal, um die Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen. Komisch, die Schweizer können da das Mehrfache aufnehmen. Entweder ist der Schweizerische Staatsschutz top, oder die Politiker gefärden fahrlässig die innere Sicherheit. Wie bei Insieme, wird sich für das Fehlverhalten niemand richtig verantworten müssen.
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    1. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      Walter Balmer, wir beide wissen es, es gibt bei 30'000 illegalen Migranten pro Jahr keinen "Staatsschutz", nichts was dem nur nahe kommt. Und "Verantwortlichkeit" in der Politik nur in Form von vorgezogener Rente, im schlechtesten Fall.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die USA werden sich die klugsten Köpfe aus den Flüchtlingen herauspicken, wie das üblicherweise nach Kriegen passiert - Techniker, Ärzte, Forscher... Diese "Prüfungen" dauern etwas länger, denn man will schliesslich auf Nummer sicher gehen. Da steht nicht viel Nächstenliebe im Vordergrund, sondern Profitdenken.
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    1. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Eine Hilfe wäre, sie sofort zu nehmen und nicht erst in 1-2 Jahren. Ich fände es auch richtiger, die Auffanglager mit auszubauen und dort Ihre Hilfe zu zeigen.
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