Usbekischer Autokrat auf der Intensivstation

Der autoritäre Präsident von Usbekistan, Islam Karimow, hat nach Familienangaben eine Hirnblutung erlitten. Er befindet sich im Spital. Sein Ausfall hat in der Region Zentralasien Angst vor Instabilität ausgelöst, denn seine Nachfolge ist nicht geregelt.

Karimov hebt eine Hand

Bildlegende: Karimov steht seit 1991 an der Spitze des Landes in Zentralasien. Keystone

Islam Karimow, der langjährige usbekische Präsident, hat eine Hirnblutung erlitten und liegt auf der Intensivstation. Nach Einschätzung von Ärzten sei der Zustand des 78-Jährigen stabil, schreibt Tochter Lola Tilljajewa im sozialen Netzwerk Instagram.

Der Vater liege auf der Intensivstation. Sie fügte hinzu: «Zu diesem Zeitpunkt ist es zu früh, Vorhersagen zu seiner zukünftigen Gesundheit zu machen.»

Der Langzeit-Präsident der Ex-Sowjetrepublik hatte die Hirnblutung ihren Angaben nach am Samstag erlitten. Sein Ausfall löste in der Region Zentralasien Angst vor Instabilität aus, denn Karimows Nachfolge ist nicht geregelt.

Weil die Behörden erstmals öffentlich über eine Krankheit des Staatschefs berichteten, gingen Beobachter in Taschkent davon aus, dass er schwer krank oder gar im Sterben sei. Der frühere sowjetische Parteifunktionär Karimow führt das Land seit 1991 mit harter Hand.