Zum Inhalt springen

International Vatikan klagt Journalisten wegen Büchern an

Ein Richter im Vatikan hat im Zuge der kürzlich erschienen Bücher über Korruption und Verschwendung fünf Personen angeklagt. Darunter Journalisten und Vatikan-Mitglieder. Den Angeklagten drohen vier bis acht Jahre Haft.

Mönch und sein Schatten auf einem Platz
Legende: Lange Schatten der Justiz im Vatikan. Reuters

Zwei Mitglieder der päpstlichen Reformkommission und ein Assistent wurden der Weitergabe von vertraulichen Vatikan-internen Dokumenten angeklagt. Zwei Journalisten wird vorgeworfen, sie hätten Druck ausgeübt, um die Informationen zu erhalten. Die drei Vatikan-Insider werden zusätzlich der Bildung einer «kriminellen Organisation» angeklagt.

Die beiden Journalisten hatten diesen Monat Bücher publiziert, die mit den Berichten über den Umgang mit Geld im Vatikan für Aufruhr gesorgt hatten.
Auf Twitter schrieb der eine Journalist, Gianluigi Nuzzi: «Ihr könnt machen, was ihr wollt, aber solange die Welt existiert, wird es Journalisten geben, die unbequeme Nachrichten berichten.»

Der Vatikan verfügt als souveräner Staat über eine eigene Justiz. Laut italienischer Nachrichtenagentur Ansa drohen den Angeklagten vier bis acht Jahre Haft. Der Prozess soll am Dienstag beginnen und soll für die Presse zugänglich sein.

13 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von elize naude (elize)
    der vatikan scheint mir eine unheilige macht zu sein... wer immer drohungen aussprechen hat am meisten zu verbergen... zum glück gab es priester wie martin luther die es erkannt hatte...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Klara Steinlin (rosi)
    Einmal mehr wird versucht die Entdecker von schweren Straftaten zu verfolgen. Dies von Personen in einem kirchlichen Staat, der schon hundert- wenn nicht tausendfach Kinderschänder gedeckt hat und ein scheinheiliges Zölibat mit fadenscheinigen Argumenten mühsam aufrecht erhaltet. Dies in einem kleinen Staatsgebilde, wo hohe Kirchenfürsten die Homosexualität verdammen und ihr gleichzeitig frönen. Die ganze Brut, mit samt seiner Heiligkeit sollte sich schämen und in sich gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Vatikan hat keine Scham, die würden sich selber auflösen falls welche da wehre :-) Deutschland , USA oder Vatikan ich weiss wirklich nicht wer die Welt mehr zerstört hat :-) Ein Dreieck der Scheinheiligkeit :-)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Also Edathy gehört der SPD an und die Grünen haben da auch noch ganz schön dran zu arbeiten und da sitzen noch welche mit Steuergelder in Brüssel.Macht führt leider auch zu Machtmissbrauch.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ..leider trägt Deutschland durch Spenden und Kirchensteuermitteln zum Unterhalt des Vatikans und damit auch der "Schweizer Garde" bei. Glaube nicht, dass sich alle Schweizer, die dem Vatikan ihre Existenzberechtigung absprechen bewusst sind, dass damit auch automatisch das anachronistische Relikt der Schweizer Garde betroffen wäre.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen