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International Venezuela am Scheideweg: Präsidentschaftwahl am 14. April

Die Wahl eines Nachfolgers für den verstorbenen venezolanischen Staatschef Hugo Chávez findet am 14. April statt. Interimspräsident Nicolás Maduro werden dabei gute Chancen eingeräumt.

Eine Frau an einem Rednerpult
Legende: Tibisay Lucena, Leiterin der nationalen Wahlkommission, gab den 14. April als Tag für den Wahlgang bekannt. Keystone

Den Termin des Urnenganges nannte die Leiterin der nationalen Wahlkommission, Tibisay Lucena, im Fernsehen nach einer Sitzung des Gremiums.

Gute Chancen für Interimspräsident

Bis zur Wahl wird der am Freitag als Interimspräsident vereidigte Nicolás Maduro die Amtsgeschäfte führen. Dieser hatte zuvor die Wahlkommission aufgefordert, unverzüglich Neuwahlen zu organisieren.

Maduro tritt auch als Kandidat an. Dem 50-Jährigen werden gute Chancen bei der Wahl in dem ölreichen Land eingeräumt - nicht zuletzt deshalb, weil ihn der im Volk populäre Chávez vor seinem Tod als geeigneten Kandidaten bezeichnet hatte.

Opposition schickt Capriles ins Rennen

Die Opposition schickt erwartungsgemäss Henrique Capriles, den Gouverneur des Bundesstaates Miranda, ins Rennen um das höchste Staatsamt. Der Beschluss sei «einstimmig» gefallen, sagte der Generalsekretär des Bündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD), Ramón Guillermo Aveledo.

Ein Mann redet und hat den rechten Arm erhoben
Legende: Präsidentschaftskandidat der Opposition: Henrique Capriles. Gouverneur des Bundesstaates Miranda. Keystone/Archiv

Chávez war am Dienstag nach langem Krebsleiden im Alter von 58 Jahren gestorben. Der Linksnationalist, der seit 1999 an der Spitze des lateinamerikanischen Landes stand, war im Oktober noch für eine weitere sechsjährige Amtszeit gewählt worden. Capriles hatte damals die Wahl gegen Chávez verloren.

Legende: Video Trauerfeier für Hugo Chavez abspielen. Laufzeit 3:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.03.2013.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Klein, Bern
    Na, ob wir wohl auch noch erfahren, wieviel Geld die CIA in den "Wahlkampf" der Oligarch… äh: der "Opposition" investieren wird? Oder sollten die USA nicht vielleicht doch gleich wieder zum bewährten Mittel des Militärputsches greifen? Eine Marionette wie Pinochet findet sich bei genug Geld sicher auch in Venezuela. Und dann kann man endlich wieder die Ölindustrie privatisieren und ist diese lästigen Angebote billigen Heizöls für arme Amerikaner aus diesem 3.-Welt-Land auch gleich los. ...
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    1. Antwort von Hannes Scheiber, Zürich
      Ich glaube es wäre den Venezolanern sogar zu vergönnen wenn es endlich ein Systemwechsel geben würde. Viele Europäer sehen die Sozialpolitik Chavez und seiner gesellen gerne durch die Rosa Brille. Dieser hat jedoch das Öl an seine Freunde verschenkt und mit China Verträge abgeschlossen welche das Öl weit unter Weltpreisen verkauft. Die staatliche Ölfirma PDVSA unterdessen ist ineffizient und durch und durch korrupt. Amerika immer an den Pranger zu stellen ist nicht die Lösung.
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