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Maduros Machtdemonstration Venezuela zeigt sich martialisch und verteidigungsbereit

Legende: Video Venezuela will Stärke zeigen abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.08.2017.
  • Über das Wochenende hat der venezolanische Staatspräsident Nicolas Maduro die Armee aufmarschieren lassen. Als Höhepunkt der Übung sollen am Sonntag rund 200’000 Militärangehörige mobilisiert werden.
  • An den Manövern sollen laut Regierungsangaben 200'000 aktive Soldaten und 700'000 Reservisten beteiligt sein.
  • Zudem sind im Land zwei Radiostationen geschlossen worden, welche kritisch über die Regierung berichtet hatten. Die Nationale Telekommunikations-Kommission habe die Konzessionen für die Stationen nicht erneuert, berichten Nachrichtenagenturen.

Die USA hatten am Freitag weitere Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela verhängt. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gar «militärische Optionen» gegen das Land in Betracht gezogen. Die USA und Nachbarstaaten befürchten, dass unter Maduro eine neue Diktatur entstehen könnte. Maduro hat das von der Opposition kontrollierte Parlament mit einem umstrittenen neuen Gremium entmachtet.

Wegen des niedrigen Ölpreises, Korruption und jahrelanger Misswirtschaft steckt Venezuela zudem in einer tiefen Wirtschafts- und Versorgungskrise. Die Inflation gilt als die höchste der Welt. Es fehlt an Lebensmitteln, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Würde man mal berichten wie dreckig es der Unterschicht Südamerikas ausserhalb von Venezuela geht, und wie sozial der Sozialismus Venezuelas ist was Recht auf Nahrung und Medizin betrifft, dann wäre wohl auch klar warum drei Viertel der Teilnehmer eines Militärmanövers Zivilisten sind, welchen eine Diktatur ja typischerweise keine Waffen geben würde.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      Diktatoren haben schon immer Teile der Zivilgesellschaft, welche sich loyal zeigten, mit Macht und Geld belohnt. Ihnen Waffen zu geben und sie an die Seite des Militärs zu stellen ist auch keine neue Strategie.
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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    TheIntercept Interview mit US-Anwältin Eva Golinger (12.August): "Es hat eine anhaltende Eskalation seitens der USA gegenüber Venezuela gegeben seit Hugo Chávez an die Macht kam... Es ist also nichts Neues, es ist nun einfach nur direkter... als Venezuela nicht mehr der unterwürfige Staat sein wollte, wie zuvor, unterstützten die USA 2002 einen Putsch gegen Chávez. Im Lauf der Jahre hat diese Art der Aggression zugenommen..." Nebenbei; das Regierungsbündnis besteht nicht nur aus Maduro.
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  • Kommentar von Christian Takushi (geopolitical economist)
    Medien berichten seit vielen Monaten über Venezuela als würde sich ein Diktator alleine mit Militär, Einsatzpolizei und korrupten Politikern gegen den gesamten Volkswillen an der Macht halten. Dabei wird geschwiegen, dass Millionen von Bürgern dieses Regime seit vielen Jahren - auch vor Maduro - gewählt und wieder gewählt haben. Es wird ähnlich über Gaza und andere Orten der Welt berichtet. Die Menschen dort haben meine volle Sympathie und Hilfe ist angesagt, aber Objektivität sieht anders aus.
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