Verdacht auf Korruption: Brasiliens Parlamentspräsident angeklagt

Eduardo Cunha unter Verdacht: Der Präsident der Abgeordnetenkammer muss sich vor Gericht verantworten.

Präsident der Abgeordnetenkammer in Brasilien, Eduardo Cunha

Bildlegende: Eduardo Cunha streitet die Vorwürfe gegen ihn ab Keystone

Die Korruptionsaffäre um den Ölkonzern Petrobras in Brasilien weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben Anzeige gegen den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Eduardo Cunha, erstattet. Ihm werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen.

Bestechungsgelder verteilt?

Cunha soll in den Jahren 2006 bis 2012 insgesamt 40 Millionen Dollar an Bestechungsgeldern in der Affäre um den staatlich kontrollierten Erdölkonzern Petrobras an mehrere Empfänger verteilt haben, wie die Nachrichtenagentur Estadão berichtet. Diese beruft sich auf Ermittlungen des Generalstaatsanwalts Rodrigo Janot.

Im selben Fall angezeigt wurde auch der ehemalige Staatschef und heutige Senator Fernando Collor de Mello. Beide Politiker bestreiten die Anschuldigungen. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff erklärte, sie habe nichts von der Geldwäsche gewusst.