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Vergeltung der Huthi Saudi-Arabien fängt Rakete beim Flughafen Riad ab

Riad in der Dämmerung.
Legende: Die Rakete wurde nördlich der Hauptstadt Riad abgefangen von der Luftwaffe abgefangen. Keystone
  • Die Luftwaffe von Saudi-Arabien hat nordöstlich der Hauptstadt Riad eine ballistische Rakete abgefangen und zerstört, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija in Dubai. Verletzte oder Schäden seien nicht gemeldet worden.
  • Nach eigenen Angaben haben Huthi-Rebellen in Jemen die Rakete in Richtung des internationalen Flughafen König Khalid in Riad abgefeuert.
  • In sozialen Netzwerken wurde von Explosionen beim Flughafen berichtet.

Die Rakete wurde im Norden Riads abgeschossen. Raketenteile seine in der Nähe des Flughafens zu Boden gefallen. Der Luftverkehr sei aber nicht betroffen worden, teilte die Flugverkerhsbehörde auf Twitter mit. Laut dem Sender Ekhbriya TV wurden keine Schäden bekannt.

Kartenausschnitt.
Legende: Die Rakete flog rund 1000 Kilometer von der Grenze zum Jemen bis nach Riad. SRF

Vergeltungsschlag aus dem Jemen

Der Abschuss der Rakete vom Typ «Volcano H-2» sei eine Antwort auf die Bombardements und die Blockade des Jemen durch eine saudi-arabisch geführte Militärkoalition, sagte Ali al-Kahum, Sprecher der Huthi-Rebellen in Jemen.

Das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis bombardiert seit zweieinhalb Jahren Stellungen der Huthi-Rebellen aus der Luft. Bei diesen Luftangriffen sterben immer wieder viele Zivilisten. Mehrmals wurden Märkte, Hochzeits- oder Trauerfeiern getroffen.

Im Gegenzug beschiessen die Huthi-Rebellen Saudi-Arabien immer wieder mit kleineren Raketen vom Norden des Jemen aus. Es ist das erste Mal, dass eine Rakete der Huthi-Rebellen so nahe an dicht besiedeltes Gebiet in Saudi-Arabien fliegen konnte. Die Hauptstadt Riad befindet sich rund 1000 Kilometer nördlich der Grenze zum Jemen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    wie krieg gemacht wird, wissen wir. mehr als zweitausend jahre erfahrung mit dem homo bellicus et avidus, sollten uns lehre genug sein. die wichtigste frage ist wie w i r d frieden? mit mehr waffengewalt, mehr bombardierungen der zivilbevölkerung sicher nicht. alle die frieden wollen müssen darauf hin wirken, dass das monetäre und mentale 'friedensbudget weltweit gleichgross wird, wie das weltweite rüstungsbudget. bei sich, lokal, regional, länder- weltweit. legale instrumentarien stehen bereit.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Huthi-Rebellen schiessen im Vergleich zu Saudi Arabien mit Pfeil und Bogen. Es ist vermutlich mehr ein Hilfeschrei, so dass man das massive Bombardement der Saudis mit hochmodernen Waffen nicht vergisst. Dort leiden, hungern und sterben täglich viele Menschen aus rein geopolitischen Gründen, hinter denen vor allem die grossen Handelsnationen stehen. Der sowie so bereits arme Jemen wird weiterhin zerstört, weil man neue Machthaber nicht akzeptieren will.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    wer waffen verkauft kann die saudis nur lieben: die saudis gaben 2016 10.4% von ihrem bruttosozialprodukt in aufrüstung und waffen aus : 2016 to $63.7 billion... (quelle: sipri)
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