Vergewaltigung in Indien: Verteidiger bestimmt

Das Drama um den Tod einer mehrfach vergewaltigten Studentin in Indien geht weiter: Nun wurden die juristischen Beistände für den Prozess gefunden. Ein Anwalt erhebt derweil schwere Vorwürfe gegen die Ermittler.

Ein Gefangenentransporter der Polizei von Neu Delhi auf dem Weg zum Gericht.

Bildlegende: Die Angeklagten erschienen erneut vor Gericht. Die Sitzung war aber nicht öffentlich. Keystone

Im Fall der vergewaltigten und getöteten Inderin sind die Weichen für den Prozess gestellt: Drei Anwälte teilen sich nun die Verteidigung der Beschuldigten.

In den ersten Tagen nach ihrer Anklage hatten die Männer keinen juristischen Beistand, weil sich kein Anwalt dazu bereit erklärte hatte.

Die nächste Anhörung ist am Montag. Erst dann kann das Verfahren an ein neues Schnellgericht übergeben werden.

Drohende Todesstrafe

Die fünf Männer zwischen 19 und 35 Jahren sind unter anderem wegen Mordes, Vergewaltigung und Entführung angeklagt. Ihnen droht die Todesstrafe. Vier der fünf Angeklagten wollen auf nicht schuldig plädieren.

Ein sechster mutmasslicher Täter ist bislang wegen der Unklarheit über sein Alter nicht angeklagt. Er muss womöglich vor ein Jugendgericht.

Die 23jährige Studentin war im Dezember in Neu Delhi in einem fahrenden Bus von Männern vergewaltigt und mit Eisenstangen gefoltert worden. Sie starb an ihren Verletzungen.

 
 
 

 
 

Folter-Vorwürfe

Misshandlungen mit Eisenstangen: Ein Anwalt erhebt derweil schwere Vorwürfe gegen Ermittler. Einer der Angeklagten soll brutal gefoltert worden sein, um ein Geständnis zu erzwingen. Die Polizei kommentierte die Anschuldigung nicht.