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Legende: Video «Gelbwesten gehen wieder auf die Strasse» abspielen. Laufzeit 00:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.01.2019.
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Verhaftungen bei Protesten Tränengas gegen «Gelbwesten» in Paris

  • In Frankreich sind erneut Zehntausende Menschen aus Protest gegen die Regierung Macron auf die Strassen gegangen.
  • 32'000 «Gelbwesten» seien bis zum frühen Samstagnachmittag im ganzen Land gezählt worden – 8000 davon in Paris, berichteten französische Medien unter Berufung auf das Innenministerium.
  • In Paris haben Demonstranten nahe dem Triumphbogen Wurfgeschosse in Richtung Polizisten geschleudert, wie eine Polizeisprecherin mitteilt. Die Sicherheitskräfte hätten daraufhin Tränengas eingesetzt.
  • Auf Fernsehbildern ist zu sehen, dass auch ein Wasserwerfer zum Einsatz kam.

Bis zum Nachmittag wurden in Paris laut Polizei Dutzende Menschen im Zusammenhang mit den «Gelbwesten»-Protesten festgenommen. Sie hätten verbotene Waffen getragen oder sich einer Gruppe angeschlossen, die möglicherweise Gewalttaten begehen werde, hiess es bei der Polizei.

Mobilisierung der «Gelbwesten» in Bourges

In der französischen Stadt Bourges gingen nach Angaben der örtlichen Präfektur bis zum Nachmittag etwa 5000 Menschen auf die Strasse. Ihr Protest lief zunächst überwiegend friedlich ab.

Die Stadt im Zentrum Frankreichs stand unter besonderer Beobachtung der Sicherheitsbehörden, nachdem es dort Online-Aufrufe zu Massenprotesten gegeben hatte.

Die Bewegung scheint weiterhin viele Menschen mobilisieren zu können – trotz Zugeständnissen der Regierung und einem angekündigten härteren Kurs in der Sicherheitspolitik.

Was bringt «nationale Debatte»?

Die Hoffnungen von Präsident Emmanuel Macron und seiner Regierung ruhen nun auf einer «nationalen Debatte», welche die «Gelbwesten» besänftigen und am Dienstag beginnen soll.

In den kommenden Wochen sollen dabei die Bürger zu Wort kommen und Reformvorschläge äussern.

Seit Mitte November demonstrieren immer wieder Zehntausende gegen die Reformpolitik Macrons und gegen eine als zu niedrig empfundene Kaufkraft. Immer wieder gab es Randale.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Genau deshalb sollten wir unsere Schweizerwerte hochhalten und vor fremdem Einfluss schützen. Was in Frankreich momentan passiert, sind die Auswirkungen von Führungsfehlern der letzten 40 Jahre. Nur für Stimmenfang hat man Geld ausgeben, welches man nicht hatte: 35 Std-Woche, Übernahme der Krankheitskosten, überrissene Kinderzulagen uam. Die Maslow-Pyramide ist die einzige, wo es bergauf einfacher geht als wieder runter. Darum habe ich auch Verständnis für die Gelbwesten.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    An Reformen hat sich schon mancher Regierungschef die Zähne ausgebissen. Dabei wären Reformen in Frankreich dringend nötig. Aber es sollten alle aufeinander zugehen und ehrliche und gemeinsame Lösungen für die Nation Frankreich finden. So wie es jetzt zu und her geht schadet zuletzt allen Bürgern.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen (Jeanot)
    Dieser Polizei Gewalt und Tatsache verdrehung en durch die Medien, sind ein Armutszeugnis von der schwetzer Macron. Hoffe für alle Franzosen das die im rasch los werden.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Jeanot. Würde die Polizeigewalt in Russland stattfinden, würden durch die "westliche Wertegemeinschaft" blitzartig neue Sanktionen ergriffen und scharfe Worte gegen einen Unrechtsstaat ausgerufen. Nur - Frankreich entspricht nicht dem aktuellen Feindbild - Frankreich ist eben nicht Russland. NB: Der französische Staatssekretär Christophe Castaner sagte im Fernsehen, dass all diejenigen, die an den Protesten der gilets jaunes am Samstag teilnehmen als Komplizen der Gewalt betrachtet werden...
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    2. Antwort von martin blättler (bruggegumper)
      Und sind Sie sicher,dass der Nachfolger besser wäre?Um gewählt zu werden,muss auch Jener unhaltbare Versprechen eingehen.
      Um diese finanzieren zu können,wären die nächsten Proteste schon
      aufgegleist.Da alle an ihren Privilegien festhalten,sind diese Probleme
      dieserart unlösbar,ohne in jeder Gesellschaftsschicht Schmerzen zu
      verursachen.Ganze Staaten leben über ihre Verhältnisse.
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    3. Antwort von Toni Koller (Tonik)
      @mitulla: Der Westen hat noch nie wegen der häufigen russischer Polizeigewalt Sanktionen gegen Russland verhängt. Die geltenden Sanktionen kamen wegen der Ukraine (russische Annektion der Krim). Ihre Aussage "Würde die Polizeigewalt in Russland stattfinden, würden durch die "westliche Wertegemeinschaft" blitzartig neue Sanktionen ergriffen" bleibt also eine reine Behauptung, es gibt dazu keinen Erfahrungshintergrund.
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