Verhandeln via Webcam

Nun also doch: Ukrainische Separatisten wollen am Donnerstag in einer Videokonferenz mit Vertretern der OSZE und Russlands debattieren.

Porträt des selbst ernannten Premierminister der nicht anerkannten «Volksrepublik» Donezk, Alexander Borodaj.

Bildlegende: Er sei sehr wohl zu Diskussionen bereit, so der selbst ernannte Premier der «Volksrepublik» Donezk, Alexander Borodaj. Reuters

Prorussische Separatisten in der Ostukraine haben sich zu Gesprächen über eine Lösung des blutigen Konflikts per Videokonferenz am Donnerstag bereiterklärt.

Die «Telebrücke» solle um 18.00 Uhr Ortszeit, beginnen, teilte der selbst ernannte Premierminister der nicht anerkannten «Volksrepublik» Donezk, Alexander Borodaj, mit. Er wies Vorwürfe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zurück, wonach die Aufständischen sich weigerten, an Konsulationen der Kontaktgruppe teilzunehmen.

Details und Format noch nicht geklärt

Es habe keine konkreten Gesprächsvorschläge gegeben, sagte Borodaj. Die OSZE und das Präsidialamt in Kiew hatten zuvor mitgeteilt, dass alle Versuche gescheitert seien, eine Videokonferenz zu organisieren.

Eine offizielle Bestätigung über das Zustandekommen der «Telebrücke» gab es zunächst nicht. Zur Kontaktgruppe gehören Vertreter der Ukraine, Russlands und der OSZE. Borodaj sagte, dass über die Teilnehmer und «Details des Formats» noch gesprochen werden müsse.