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International Verletzte bei Beben in Japan: AKW angeblich unbeschädigt

Bei einem starken Erdbeben im Westen Japans sind nach Medienberichten mindestens 20 Menschen verletzt worden. Die japanische Wetterbehörde gab aber keine Tsunamiwarnung heraus.

Eine Frau an einer eingstürzten Mauer
Legende: Eingestürzte Mauern und Wände: Das jüngste starke Beben hinterliess offenbar nur geringe Schäden. Reuters

Nach Angaben der Wetterbehörde ereignete sich das Beben der Stärke 6.3 um 05.33 Uhr morgens (Ortszeit, 22.33 Uhr MESZ) in einer Tiefe von zehn Kilometern unter der Insel Awaji im Seto-Binnenmeer, nahe der Hafenstadt Kobe.

Eine Frau sortiert Bücher in ein Regal
Legende: Auf den Böden der Bibliothek in der Stadt Awaji liessen die Erschütterungen des Bebens ganze Bücherberge zurück. Keystone

Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 6,0 an, sprach aber von einer Tiefe von nur etwas mehr als fünf Kilometern. Der Erdstoss erschütterte den gesamten Westen der Insel Honshu, wo die Gebäude in den Industriemetropolen Kobe und Osaka zitterten. Auch auf den Inseln Shikoku im Süden und Kyushu im Südwesten war das Beben zu spüren.

Verkehrswege unterbrochen

Der regionale Bahnverkehr wurde unterbrochen, die Hochgeschwindigkeitszüge drosselten das Tempo in der Gegend. Auch am internationalen Flughafen von Kansai waren die Flüge zwischenzeitlich unterbrochen, wie der Nachrichtensender NHK berichtete. Mindestens 22 Personen seien verletzt worden, heisst es in aktuellen Meldungen. Darunter seien viele ältere Menschen, die sich bei ihrer Flucht aus Häusern und Wohnungen Verletzungen zugezogen hätten.

Ein Atomkraftwerk
Legende: Keine Schäden am Kernkraftwerk Oi, meldet der Betreiber. Es ist das einzige japanische AKW, das derzeit in Betrieb ist. Keystone

Der Stromversorger Kansai Electric Power erklärte, es habe keine Störungen in seiner Atomanlage Oi gegeben, die sich in der betroffenen Region befindet. Dort stehen die beiden einzigen Reaktoren, die derzeit in Japan in Betrieb sind. Die Regierung in Tokio setzte bereits kurz nach den Erdstössen einen Krisenstab ein.