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International Vermisstes Passagierflugzeug: Suche per Crowdsourcing

Millionen von Freiwilligen weltweit beteiligen sich an der Suche nach der vermissten Boeing 777 der Malaysia Airlines. Möglich macht dies eine US-Firma, die aktuelle Satellitenbilder von möglichen Absturzstellen über dem Meer online stellt. Crowdsourcing nennt sich das Prinzip dahinter.

Legende: Video Mit Crowdsorcing auf Flugzeugsuche abspielen. Laufzeit 2:43 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.03.2014.

Von der Passagier-Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord fehlt auch eine Woche nach deren Verschwinden jede Spur.

Schiffe suchen im Golf von Thailand nach dem vermissten Flugzeug.
Legende: Wer sucht, der findet? Bei den Punkten im Bild handelt es sich allerdings um Suchschiffe. Reuters

Der Suchradius wird derweil immer weiter vergrössert. Dies, nachdem sich die Hinweise mehren, dass die Maschine noch Stunden nach dem Verschwinden vom Radar weitergeflogen sein könnte. So weiten die Suchflugzeuge und Schiffe ihren Aktionsradius aus.

Freiwillige scannen Satellitenbilder

Einen ganz anderen Weg beschreitet die US-Firma DigitalGlobe, welche auf die Herstellung von Satellitenbildern spezialisiert ist. Das Unternehmen stellt kostenlos Satelliten-Fotos von möglichen Absturz-Gebieten über dem Golf von Thailand, dem Südchinesischen Meer und neu auch der Strasse von Malakka online.

Wer die Internetseite www.tomnod.com, Link öffnet in einem neuen Fenster anklickt, erhält ein bestimmtes Gebiet zugeordnet und kann die Wasseroberfläche nach verdächtigen Spuren absuchen. Wer glaubt, möglicherweise Wrackteile, Ölspuren oder Rettungsflosse zu erkennen, kann die Stelle entsprechend markieren

Mittlerweile sollen sich bereits drei Millionen Menschen an der online-Suche beteiligt haben. Dabei wurden mehrere hunderttausend Markierungen gesetzt.

«Wir nehmen all diese Markierungen und fügen sie zusammen. Ein Computerprogramm überprüft, welche zuverlässig sind und welche nicht», sagt Shay Har-Noy, Entwicklungsleiter bei DigitalGlobe.

Prinzip Crowdsourcing

Das Prinzip dahinter nennt sich Crowdsourcing – eine Wortschöpfung aus den englischen Begriffen Crowd (Menge) und Outsourcing (Auslagerung). Dabei wird eine Aufgabe über das Internet auf möglichst viele Menschen verteilt.

«Man zapft die Intelligenz der Masse an», sagt Abraham Bernstein, Professor für Informatik an der Universität Zürich. Für den Crowdsourcing-Experten ist die Auswertung abertausender Satellitenfotos eine ideale Crowdsourcing-Anwendung.

Computer seien bei der Identifizierung von Bildern überfordert, wenn die Objekte darauf verschwommen oder unklar sind. «Menschen sind von klein auf darauf trainiert, Sachen auf Bildern zu erkennen. Und wenn man viele Augenpaare dazu bringt, die Bilder zu analysieren, ist man viel schneller am Ziel.»

Hilfsmittel bei Katastrophen-Ereignissen

Crowdsourcing wird immer häufiger angewendet. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Online-Lexikon Wikipedia: hunderttausende Freiwillige verfassen Artikel dafür.

Gerade im Katastrophenbereich kann Crowdsourcing helfen. Beim verheerenden Erdbeben auf Haiti 2010 fehlten geeignete elektronische Landkarten für die Hilfskräfte.

«Tausende Freiwillige weltweit erstellten daraufhin in kürzester Zeit aus gescannten Atlanten und Satellitenbildern elektronische Landkarten, welche vor Ort genutzt wurden», so Bernstein.

7 Kommentare

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  • Kommentar von christoph utinger, Cornwall ON Canada
    Nun, ich mache gerne mit und gucke mir zwischendurch einige "Felder" an, bisher so 1000, meistens sieht man zwar bloss Schaumkronen der Wellen, aber 3 Boote und etwas wo ich nicht wusste was es ist sah ich trotzdem. Die Aufloesung ist gut, Boote erkennt man auf Anhieb. Nuetzt es nichts, so schadet es auch nicht. Bis dann, Chris
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Jaja, jeder bei seinen erotischen Ausflügen im Internet überwachen, das können sie. Aber ein Flugzeug bewachen - das ist zuviel. Aber natürlich will man hier trotzdem damit angeben, von allem und jedem ein verpixeltes Satellitenbild zu haben, wo man scheinbar trotzdem nichts findet. Und natürlich muss jedesmal erwähnt werden, das es nicht nur eine Firma sei, nein, sogar eine US-Firma! Ich liebe die Amis mit ihren bescheuerten Versuchen - erinnert mich an Pinky and the Brain...
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    1. Antwort von B. Muller, Zurich
      @ ED - Zum guten Glück haben wir noch die Amis als Gegenmacht zu den Roten im Osten, welche noch immer die Grundrechte der Menschen missachten und Terror in der 3. Welt aktiv unterstützen. Die Thematik der 777 ist zu dramatisch, um aus Burgdorf, wie so oft, zynische Worte zu publizieren.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Verschollenes Flugzeug hatte 2012 einen Unfall Wie das Aviatikportal «Aeroteleraph» berichtet, soll die Maschine 2012 im Flughafen Shanghai Pudong in einen Unfall involviert gewesen sein: Sie stiess am Boden mit einer Airbus A340-600 der China Eastern Airlines zusammen, schreibt «Aerotelegraph». Dabei trug das Flugzeug offenbar einen Schaden davon: Die Flugzeugspitze der Maschine von Malaysia Airline wurde zerfetzt.
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    1. Antwort von juerg stucki, Rotorua NZ
      die f l u e g e l s p i t z e wurde beschaedigt Herr Keller!
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