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International Vermutlich keine Schweizer Opfer

Während die Opferzahlen in Nepal weiter in die Höhe schnellen, kann das EDA Entwarnung geben. Bisher sind in Bern keine Schweizer Opfer bekannt. Gleiches gilt auch für die von SRF News kontaktierten Reiseveranstalter.

Legende: Video Tote am Mount Everest abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.04.2015.

In Nepal halten sich nach Schätzungen derzeit etwa 300'000 Touristen aus aller Welt auf. Auch bei Schweizern ist die Himalaya-Region ein beliebtes Reiseziel. Ob vom schweren Erdbeben möglicherweise auch ständig in Nepal lebende Schweizer oder Schweizer Touristen betroffen sind, ist bisher unklar.

Dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) liegen bisher keine Informationen über Schweizer vor, die durch das Erdbeben Schaden erlitten hätten oder gar als Opfer betroffen seien.

Das EDA geht davon aus, dass sich derzeit eine grössere Anzahl Schweizer Touristen in Nepal aufhält. Die Botschaft in Kathmandu stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden und versuche weiter, möglichst umfassende und bald weitere Informationen zu erhalten. Allerdings gestalte sich das aufgrund der dramatischen Umstände vor Ort verständlicherweise schwierig.

Reiseveranstalter atmen auf

Allen von SRF News kontaktierten Schweizer Reiseveranstaltern sind bisher keine Schweizer Opfern bekannt. «Globetrotter» teilte mit, zurzeit seien 64 Kunden in Nepal unterwegs. Man sei daran, alle Personen vor Ort zu kontaktieren.

«30 haben wir bereits erreicht», sagte Globetrotter-Chef André Lüthi. Keiner sei verletzt. Ihnen allen ginge es den Umständen entsprechend gut. Einige allerdings könnten ihre Hotels wegen Einsturzgefahr nicht mehr betreten, so Lüthi. Globetrotter hat wegen des Bebens einen Krisenstab eingerichtet.

Über den Veranstalter «Hotelplan» seien zur Zeit drei Personen in Nepal unterwegs. «Alle konnten von uns kontaktiert werden und sind wohlauf», sagte Mediensprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir. «Kuoni» und «TUI Suisse» gaben auf Anfrage bekannt, dass derzeit keiner ihrer Touristen im Unglücksgebiet unterwegs seien.

Viele Bergsteiger in Nepal

Allerdings ist die Himalaya-Region für die drei grossen Schweizer Veranstalter keine Hauptdestination. Anders als für Anbieter von Trekking-Reisen wie etwa Globetrotter. Auch für Organisatoren von Bergbesteigungen ist Nepal wichtiges Ziel. So befinden sich derzeit allein am Mount Everest gegen 400 Personen, im Basislager sind es laut nepalesischen Behörden rund 1000. Wie viele Schweizer darunter sind, ist nicht bekannt.

Nach den Berichten über Lawinenniedergänge am höchsten Berg der Welt könnte sich die Opferzahl dort aber noch erhöhen. Bisher ist offiziell von mindestens 18 Toten im Base Camp die Rede.

Hilfsmassnahmen des Bundes im Gespräch

Auch wenn also bisher keine Schweizer Opfer zu beklagen sind, prüft der Bund in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft vor Ort sowie mit anderen humanitären Akteuren dennoch, wie die nepalesischen Behörden bei der Bewältigung der Katastrophe unterstützt werden können.

Mehr zum Thema

Alles Weitere zum Stand der Bergungsarbeiten und zu den jüngsten Opferzahlen finden Sie hier.

Helpline EDA

Vom Erdbeben betroffene Schweizer können sich bei Bedarf an die EDA-Helpline wenden. Kontakt aufnehmen können Sie via der Telefonnummer +41 (0) 800 24-7-365 oder über E-Mail helpline@eda.admin.ch

Erdbebenzone Himalaya

Nepal und die ganze Himalaya-Region sind ein stark durch Erdstösse gefährdetes Gebiet. Das heutige Beben ist das stärkste seit 1934, das in der Region registriert wurde. Das Jahrhundertbeben von 1934 mit der Stärke 8,1 forderte damals über 10'000 Tote.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Uli Knecht, Zweisimmen
    Lieber Herr BR Didier Burkhalter, die Schweiz hat doch eines der Besten Rettungsteams für solche Fälle weltweit. Für einen Einsatz dieses Teams hätte sicherlich niemand etwas dagegen. Also wo liegt das Problem?
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  • Kommentar von Thom Germann, Luzern
    Deutschland ist schon mit Suchhundestaffeln vor Ort... und die Schweiz muss erst prüfen, wie sie helfen will – OBSCHON ES KEINE SCHWEIZER OPFER GIBT. Ich könnte kotzen, ab unserer Art.
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    1. Antwort von Patrik Schaub, Zunzgen
      Die Schweiz ist, generell wenn es ums Ausland geht, immer als erste zur Stelle, und lässt sich auch finanziell nie lumpen. Nun ist - Oh Schreck - Deutschland zuerst da. Und nun? Vielleicht müssen die sich da erstmal koordinieren, bevor man einander auf die Füsse tritt. Außerdem geht es um Hilfeleistung, nicht um ein Wettrennen.
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  • Kommentar von Peter Keller, Bussnang
    Am 18. April 2014 hat eine Lawine am Everest 16 nepalesische Träger mitgerissen. Heute tummeln sich da Tausende von Menschen. Viele von ihnen könnten ohne Hilfe noch nicht mal den Säntis besteigen. Der Everest ist zu einem Geheimtipp geworden, wie man praktisch ohne Leistung zu viel Ruhm und Ehre kommt. Mehr Respekt vor der Natur und den Sherpas sowie den Trägern ist gefragt. Sie verlegen Fixseile und Hunderte von Aluminiumleitern, an denen sich die reichen Touristen durch Fels und Eis hangeln.
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