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Verschollene «ARA San Juan» U-Boot-Kapitän meldete einen Kurzschluss

Frau mit Madonnenfigur im Arm.
Legende: Himmel hilf: Eine Angehörige trägt eine Virgen de Luján bei sich, die Schutzpatronin Argentiniens. Keystone
  • In der letzten Funkverbindung der «ARA San Juan» hat der Kapitän einen Kurzschluss und einen Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet.
  • Dies geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor.
  • Der Bericht wurde am Montagabend (Ortszeit) vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht.

«Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand», heisst es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der «ARA San Juan» vom 15. November. Die Bug-Batterien seien ausser Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmasslichen Position des U-Boots.

Batteriepanne soll behoben worden sein

Ein Marinesprecher erklärte am Montag, zu dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es hohen Wellengang von über sechs Metern auf der Route des U-Boots im Südatlantik. Die Marine hatte aber wiederholt gesagt, dass die Batteriepanne nach Angaben des U-Boot-Kapitäns behoben worden sei.

Eine internationale Suchmission durchkämmt derzeit die Region des Südatlantiks vor der argentinischen Küste, in der das in Deutschland gebaute U-Boot vermutlich auf Grund gegangen ist. Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-NAVY und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Martin Tanner (mikado5034)
    Solcherlei Meldungen sind für mich mit hoher Wahrscheinlichkeit bloss eine Nebelpetarde. Denn wem nützt es, dass die argentinische Marine erst heute über ein solch banales Ereignis berichtet, das womöglich zum Untergang führte? Und wer kann das allenfalls bestätigen oder dementieren?
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