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International Villa mit Steuergeldern saniert: Zuma muss zurückzahlen

Das Anwesen von Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist stattlich. Die letzte Sanierung erfolgte in Luxus-Variante. Bezahlt haben die Steuerzahler. Zu diesem Schluss kommt nun das Verfassungsgericht. Zuma muss einen Teil der Sanierungskosten zurückzahlen.

Afrikanische Häuser an einem Hang
Legende: Zumas Anwesen in Nkandla: Mit dem Geld der «Sanierung» hätte man 100 Einfamilienhäuser in Johannesburg bauen können. Reuters

Seit 2009 steht der südafrikanische Präsident Jacob Zuma unter Dauerbeschuss der Opposition. Auch die Öffentlichkeit empört sich. Grund ist die damalige Sanierung der Privatvilla des Präsidenten. Diese war nicht nur luxuriös – sie wurde auch noch mit Staatsgeldern finanziert.

Der Ausbau des Anwesens in der Provinz KwaZulu-Natal verschlang umgerechnet rund 16 Millionen Franken. Damit könnte man in der Metropole Johannesburg etwa 100 Einfamilienhäuser bauen.

Amphitheater und Swimmingpool oder Sicherheitsmassnahmen?

Im März 2014 kam die staatliche Ombudsfrau nach einer Untersuchung zum Schluss, der Präsident müsse einen Teil der Sanierung privat bezahlen. Konkret: Ein Besucherzentrum, einen Hühnerstall, ein Amphitheater und einen Swimmingpool.

Jacob Zuma
Legende: Seit 2009 ärgern sich Öffentlichkeit und Opposition über den Luxus-Ausbau von Zumas Privatvilla mit Staatsgeldern. Reuters

Zuma hatte die Forderung nach einer Rückerstattung stets zurückgewiesen. Sein Argument: Es habe sich beim Ausbau nur um nötige Sicherheitsmassnahmen gehandelt.

Verfassung missachtet

Nun weist aber die höchste juristische Instanz des Landes den Präsidenten in die Schranken. Zuma habe «es versäumt, die Verfassung hochzuhalten, zu verteidigen und zu respektieren», urteilt das Verfassungsgericht. Die Aufforderung der Ombudsfrau habe er zu Unrecht missachtet.

Das Finanzministerium muss nun binnen 60 Tagen festlegen, wie viel Zuma zurückzahlen muss.

Hier steht Zumas Villa-Anlage

4 Kommentare

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  • Kommentar von m. fischbacher (mifi)
    Den eigenen Swimmingpool als Wasserreservoir für die Feuerwehr zu verkaufen! Das Amphitheater ist dann wohl der Sammelplatz eben für den Fall, wenn es mal brennen sollte - eigentlich Brillant! Oder eben ausgekocht und mit allen Wassern gewaschen ...!
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ? Zuma must fall, skandierten viele hundert Weisse Protestler letzten Dezember vor dem Parlament in Kapstadt . Spätestens 2019 ist der ANC Alptraum hoffentlich vorbei. Die DA (Democratic Alliance) ist zumindest im WesternCape auf der Gewinnerspur und im Vormarsch. Ansonsten ruiniert der ANC mit seiner Vetternwirtschaftspolitik das vormals reiche Land weiter.
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    1. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Das waren nicht nur Weisse, das waren viele Schwarze am protestieren. und die ANC... sie buesst ein... nur, ploetzlich sind echt gute Politiker sehr agressiv.. rassistisch (antiweiss) und warum.. Stimmenfang fuer die kommenden Wahlen. Das reiche Land.. bald ist es via schlechte Dienstleistung des Staates in die Armut getrieben..
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    2. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Die DA.. regiert die Cape-provinc sehr gut.. wenn sie staerker waere haetten auch Normalbuerger in SA wieder eine Zukunft.. Normalbuerger sind alle mit guter Ausbildung.. und einem Loehnchen von zB 5000 Rand pro Monat.. Schwarze wie Weisse.. eine Wohnung kostet schnell 2500 Rand zB Milch 11 Rand.. man rechne.. ...darum sind alle verschuldet.. eines Tages kommt der grosse Knall, sie beginnen schon zu rebellieren, toytoyen nennt es sich, beginnt mit Demo und endet mit Feuer und Verwuestung
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