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International Vogelgrippe-Erreger auf dem Vormarsch

H7N9 ist auf weiteren Märkten in der chinesischen Millionenstadt Shanghai entdeckt worden. Die Behörden haben nun die Einfuhr von Geflügel in die Stadt verboten.

Mann vor Vogelkäfig.
Legende: Die Virentypen können offenbar nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Keystone

In der ostchinesischen Stadt Nanjing wurde am
Samstag der gesamte Handel mit Geflügel untersagt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Das Virus H7N9 war am Freitag auf zwei Märkten mit landwirtschaftlichen Produkten im Bezirk Minhang in Shanghai gefunden worden, hiess es. Ganz in der Nähe liegt der Geflügelmarkt Huhuai. Dort waren in dieser Woche bereits 20'000 Tiere getötet worden, nachdem Tauben mit dem Virus infiziert worden waren.

Das Virus wurde auch bei 16 Menschen in Ostchina nachgewiesen, sechs von ihnen starben. Erste Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deuten darauf hin, dass sich der neue Erreger mit den antiviralen Medikamenten Tamiflu von Roche und Relenza von GlaxoSmithKline behandeln lässt.

H7N9 ist nicht der einzige Vogelgrippe-Erreger: So gab es wegen des aggressiven H5N1-Virus vor einigen Jahren die Sorge, dass es zu einer weltweiten Epidemie kommen könnte. Beide Virentypen können aber offenbar nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Aus Angst vor einer Grippe-Epidemie verkauften am Freitag dennoch viele Investoren Aktien von Fluggesellschaften: Air China, China Southern und China Eastern stürzten um knapp zehn Prozent ab. Vor rund zehn Jahren stürzte der Ausbruch der Lungenkrankheit Sars die Branche in eine Krise. Damals wurden weltweit 8000 Infektionen gezählt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Herbert Müller, Zürich
    Da frage ich mich nur, wer in der Schweiz all das Chinesische Poulet Fleisch vertilgt. Es landet zur Hauptsache im Gastrokanal. Wenn da sauber deklariert würde möchte das wohl liebe niemand essen!
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Der Fleisch-,+Milchproduktekonsum schnellt weltweit in die Höhe.Allein hier wird pro Person/Woche 1kg Fleisch vertilgt,inkl Säuglinge.Ein gr.Teil davon Qualimport!Tägl.werden in der CH 137t Import-Geflügelfleisch aus Massenqualbetrieben gekauft+aufgetischt.Antibiotika-+Wachstumshormone verseuchtes Zeugs,bei dessen Konsum nicht nur die Chinesen Mutationen/Resistenzen,div.Karzinome+Zivilisationskrankheiten riskieren.Ganz zu schweigen von den fatalen ökol.Folgen,die wir jetzt schon haben.
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    1. Antwort von Rainer Fauser, Augsburg
      Und die Profiteure dieses Treibens in der Pharmaindustrie erfinden daraufhin neue Impfstoffe, um die von der Massentierhaltung ausgelösten Krankheiten beim Menschen in Profite umzuwandeln. Ist dieser Profit am Sinken, werden eben neue Infekte zum Massenphänomen hochstilisiert via Medien, siehe SARS/ Vogel- oder Schweinegrippe. Daraufhin kaufen Regierungen für 100te Mia Impfstoffe, die im Folgenden als quecksilberhaltiger Sondermüll auf Kosten der Steuerzahler beseitigt werden!
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  • Kommentar von Alex Bauert, Köniz
    Wetten, dass die Vogelgrippe-Erreger es auf 150 - 250 Mio Tote bringen? Sobald die Mutante, die von Mensch zu Mensch übertragbar ist, kommt, geht es los. Zentren in China, Bangladesch, Indien, Pakistan, Iran, Ägypten, v.a. auch Nigeria, Mexiko, Brasilien ... sie «warten» auf den Virus. 10 - 30 Mio Menschen auf engstem Raum, schlechte Hygiene, kein Gesundheitssystem für alle ... und alle reisen herum! Grossstädte gibt es genug für den Virus.
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    1. Antwort von Elias Eisenring, Pfäffikon
      Wetten, dass sie auch dieses mal grundlos auf Panik machen und ihr Notvorrat/Tamiflu in drei Monaten im Müll landen?
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    2. Antwort von Alex Bauert, Köniz
      Sie haben offensichtlich nicht gelesen, was ich geschrieben habe. Es steht nix von «JETZT», sondern «SOBALD ... DANN GEHT ES LOS». Erst lesen, dann kommentieren ... Ihren Kommentar als Reaktion auf meinen ist schlicht sinnlos.
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