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International «Volksrepublik Donezk» will zu Russland gehören

Einen Tag nach dem Referendum in Donezk und Luhansk werden die Absichten der Separatisten klarer. In Donezk bitten die Separatisten Russland um die Aufnahme in die russische Föderation. Die Provinz Luhansk hat derweil offiziell ihre Unabhängigkeit als «Volksrepublik» ausgerufen.

Legende: Video Separatisten in der Ost-Ukraine wittern Morgenluft abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.05.2014.

Die Separatisten in der ostukrainischen Provinzen Donezk und Luhansk sehen sich nach den Referenden vom Wochenende in ihrem Status als «Volksrepublik» gefestigt. In Donezk wollen die Separatisten jetzt Teil der Russischen Föderation werden.

«Nach dem Willen des Volkes und der Wiederherstellung einer historischen Gerechtigkeit, bitten wir Russland um die Aufnahme der ‹Volksrepublik Donezk› in die Russische Föderation.» Das sagte Denis Pushilin, Anführer der selbsternannten «Volksrepublik».

Derweil hat die Provinz Luhansk offiziell ihre Unabhängigkeit als «Volksrepublik» ausgerufen. Die Bevölkerung des Gebiets habe klar für einen souveränen Staat gestimmt, so die dortigen Separatisten. An einer Demonstration in Luhansk verlasen sie das Gründungsdokument der neuen «Volksrepublik Luhansk».

Neue Gewalt nach der Abstimmung

In Donezk sollen am Sonntag 89 Prozent der Bevölkerung Ja zu einer Loslösung von Kiew gesagt haben – in Luhansk knapp 96 Prozent.

Die Stimmung in den Gebieten ist noch immer aufgeheizt. Am Sonntag wurde bei einem Militäreinsatz der ukrainischen Regierungstruppen mindestens ein Mensch getötet.

Auch am Montagmorgen gab es in der Stadt Slawjansk erneut Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten. Offenbar gab es keine Opfer.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Vader, CH
    Was ist demokratischer? Eine Regierung die geputscht wurde und anschliessend irgendwie bestimmt? oder ein Entscheid der vom Volk kommt? Faschisten in Kiew zu unterstützen ist eindeutig die falsch Wahl.
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  • Kommentar von Paul Soltermann, Fuqing
    Die Morgenluft am Tag nach der Revolution sollte sich für die «Volksrepublik Luhansk» und die «Volksrepublik Donezk» noch zu einer Goldrausch Stimmung entwickeln und viel neue, positive Kraefte freilegen. Eigentlich verstehe ich nicht, dass Donezk sich schon jetzt für den Anschluss an RU entschieden hat, ein Anschluss, zu wem auch immer, muss m.E aus einem Gefühl der Staerke und mit dem Selbstvertrauen erfolgen: Ja, wir koennen uns als Teil Russlands (od der EU) auch behaupten und entwickeln.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Die Machthaber in Moskau werden sich darüber freuen, dass sie demnächst weitere paar 10'000 junge Männer für ihre Armee rekrutieren können. Die Aufstände im Nord-Kaukasus sind zwar zerschlagen worden - aber für wie lange? Ich befürchte, es werden auf Russland auch ausserhalb des Kaukasus noch schwere Zeiten zukommen, wenn dort andere Völker eine "historische Gerechtigkeit" einfordern. Nicht alles kann im Angesicht der Weltöffentlichkeit mit brutaler Militärgewalt zerschlagen werden.
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    1. Antwort von Paul Soltermann, Fuqing
      Seltsamerweise gibt es Gebiete die sich Russland anschliessen wollen auch gibt es Laender die in die EU wollen, obschon (aus BlocherSicht) beides Terror-Systeme sind ... kennen Sie Laender die zur CH od zu den USA wollen?
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @P. Soltermann: Gibt es nicht, aber seltsamerweise viele Bürger EU-Mitgliedstaaten, welche gerne in die Schweiz auswandern wollen!:-) Oder sich wenigstens wünschen, sie hätten eine direkte Demokratie wie wir. Und betreffend Amerika hält sich sogar die Auswanderung dahin mittlerweile in Grenzen. Vom Tellerwäscher zum Millionär ist eben auch Geschichte. Und natürlich übertreibt Blocher, wenn er diese Länder der Terror-Systeme bezichtigt. Eher bewegt sich die EU auch in Richtung Diktatur.
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