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International Von Castro zu Obama: Papst im Weissen Haus

11'000 Menschen haben dem offiziellen Empfang von Papst Franziskus im Weissen Haus beigewohnt. In seiner Begrüssungsrede dankte der US-Präsident Obama dem Pontifex für sein Engagement in der Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba.

Legende: Video Papst ist von Obama empfangen worden abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.09.2015.

US-Präsident Barack Obama hat Papst Franziskus zu seinem ersten Besuch im Weissen Haus empfangen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde bei strahlendem Sonnenschein auf dem South Lawn des Präsidentensitzes mit militärischem Zeremoniell begrüsst.

«Wir sind dankbar für Ihre unbezahlbare Unterstützung unseres Neuanfangs mit Kuba», sagte Obama. Zugleich erinnerte er daran, dass Christen rund um die Welt wegen ihres Glaubens verfolgt und eingesperrt und dass Kirchen zerstört würden.

11'000 geladene Gäste

Nach Angaben des Weissen Hauses nahmen 11'000 geladene Gäste am Empfang teil, darunter neben katholischen Würdenträgern und offiziellen US-Vertretern auch viele Gläubige.

Obama hatte am Dienstag mit seiner Familie den Papst persönlich nach der Ankunft an der Luftwaffenbasis Andrews nahe Washington auf dem Rollfeld abgeholt.

Stationen in New York und Philadelphia

Nach dem Treffen im Weissen Haus zeigte sich Franziskus den Gläubigen bei einer Fahrt durch die Innenstadt von Washington, ehe er zu einem Gebet mit den katholischen US-Bischöfen in der St.-Matthäus-Kathedrale zusammenkam.

Im Verlauf des Tages wird Franziskus als erster Papst vor beiden Kongresskammern in Washington sprechen. Weitere Stationen der Reise sind New York, wo der Papst am Freitag eine Rede vor der UNO-Vollversammlung hält, sowie am Samstag und Sonntag das Weltfamilientreffen in Philadelphia.

Heiligsprechung

Heiligsprechung

Franziskus hat den Franziskanerpater Junipero Serra heilig gesprochen. Es handelt sich um die erste Heiligsprechung auf nordamerikanischem Boden. Serra missionierte im 18. Jh. unter spanischer Kolonialherrschaft in Kalifornien. Er ist umstritten. Während die einen in ihm einen Gründungsvater sehen, ist er für andere Mittäter eines Völkermordes.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von c jaschko (politically correct player)
    Religion und Kapitalismus : Zwei Machenschaften made by Devil :-) Ich kann gar nicht ausrechnen wer mehr Tote auf dem Gewissen hat die Kirche oder Kapitalismus :-) Eigentlich wenn ich so nachdenke Kirche und Kapitalismus haben kein Gewissen also kann man die zwei gar nicht bezichtigen des Unheils :-) Na ja einen Versuch war es Wert :-)
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Zwei Heilige unter sich.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Man erlebt hier gerade das grosse Religionsrevival. Katholiken und Evangelikale beneiden im Grunde die Muslime um deren gnadenlose Rücksichtslosigkeit und Härte, wenn es um die Durchsetzung ihrer Religion des Islam geht.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Der Islam hat ebenso barmherzige Aspekte wie das Christentum. Das Problem im Islam ist die Einheit von Religion und Politik. Den politischen Islam lehne - und wahrscheinlich die meisten Menschen des "Westens" ab, denn er widerspricht unserer Verfassung, unseren Gesetzen und unseren Werten. Der Religion hingegen sollten wir mit ebenso viel Respekt begegnen, den wir auch von anderen erwarten.
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