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Vor Klimagipfel in Bonn Tausende demonstrieren für Kohle-Ausstieg

Legende: Video Demonstration vor Klimakonferenz abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 04.11.2017.
  • Vor Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn sind tausende Menschen in der früheren Hauptstadt für den Ausstieg aus der Kohleenergie auf die Strasse gegangen.
  • Während die Polizei keine Angaben zur Teilnehmerzahl machte, sprachen die Veranstalter von rund 25'000 Demonstranten.
  • Sie schwenkten Transparente mit Aufschriften wie «Trump: Climate Genocide».

Nach einem Protestzug durch Bonn forderten Redner bei der Abschlusskundgebung ein Klimaschutzgesetz und einen verbindlichen Fahrplan für das Ende der Kohleverstromung.

Demonstranten hielten Plakate mit der Aufschrift «Rettet das Klima» hoch. Auf anderen Transparenten wurde die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, den Klimaschutz zu verschlafen.

«Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie das Pariser Klimaschutzabkommen endlich wirkungsvoll umsetzt», erklärten die Organisatoren. «Die dreckigste Hälfte der Kohlekraftwerke muss in wenigen Jahren abgeschaltet sein, denn Klimaschutz entscheidet sich am Kohleausstieg.»

Am Montag beginnt in Bonn die 23. Weltklimakonferenz. Dort geht es darum, Regeln zu definieren, wie die in Paris 2015 vereinbarten Klimaschutzziele erreicht werden können. Dazu sollen bis zum 17. November mehr als 23'000 Menschen aus 195 Ländern zusammenkommen. Es ist die bisher grösste zwischenstaatliche Konferenz auf deutschem Boden.

Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad – möglichst auf 1,5 Grad – im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken.

Offizieller US-Klimareport widerspricht Donald Trump

In den USA zeigt der neuste Klimareport der Behörden, dass der Klimawandel zum grössten Teil von Menschen verursacht wird. Der Klimareport widerspricht somit in weiten Teilen der Position von US-Präsident Donald Trump. Das Weisse Haus habe dennoch nicht versucht, den Klimareport von 13 US-Behörden zu verhindern. Es seien auch keine Änderungen vorgenommen worden, sagten mehrere Experten in US-Medien. Im Bericht wird unter anderem vor einem Anstieg des Meeresspiegels gewarnt um bis zu 2,4 Meter bis in knapp 80 Jahren. Der Bericht wurde von Hunderten Wissenschaftlern in der US-Regierung und weiteren Akademikern erstellt.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Kellerhals (Daniel Kellerhals)
    Was wollen denn die Leute? Keine Kohle, kein Oel, kein Nuklear. Am besten den Menschen abschaffen, dann ist die Welt sauber.
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Die Leute wollen die Menschheit retten. Mit sauberen und machbaren Lösungen die es schon gibt.
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    2. Antwort von Benedikt Jorns (Benedikt Jorns)
      @Thomas Steiner; "machbare Lösungen" zur Abdeckung des weltweiten Energiebedarfs gibt es leider noch nicht. Erneuerbare Energien und Kernenergie decken zusammen erst 15%. Sowohl bei den erneuerbaren Energien wie auch bei der Kernenergie sind in den kommenden Jahrzehnten wesentliche Weiterentwicklungen zu erwarten. Den grössten Beitrag wird vermutlich dereinst die Kernfusion bringen. Die Schweiz ist im weltweit wohl imposantesten Forschungsprojekt "Iter" in Cadarache (Südfrankreich) mit dabei.
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    3. Antwort von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
      Solar, Wind und Wasser. Ganz einfach. Wenn jetzt jemand sagt: das kostet zu viel, dann sage ich: alle Kosten sind Einnahmen auf der anderen Seite. Wenn wir die Rüstungsausgaben halbieren, hätten wir schon mehr als genug Geld für die Energiewende.
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    4. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nun, für den Kohleabbau werden ja auch ganze Landschaften verschandelt & Menschen werden dafür umgesiedelt, weil ganze Dörfer dem Kohleabbau weichen müssen. Und schon scheinheilig ist, dass sich Merkel zur Klimakanzlerin hat küren lassen, es aber u. a. grad ihre Partei ist, welche am Kohleabbau festhält. Und die SPD hält auch daran fest, weil man Arbeitsplätze erhalten will.
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    5. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Benedikt Jorns, in der Milliarden Jahre alten Geschichte unseres Planeten gab es immer schon nur saubere Energie. Unser Erdöl, Gas und Kohle wurde komplett mit Solarenergie hergestellt. Die Lösungen sind schon seit Jahrzehnten bereit, nur hindern die Lwute, die mit weltzerstörerischen Energieproduktion Geld verdienen die Enwicklung. Die Schweiz hatt seit Jahrzehnten 60% Wasserkraft, die letzten 40% sollten wir also auch noch schaffen!
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  • Kommentar von Benedikt Jorns (Benedikt Jorns)
    Nicht schöne Worte wie "200 Haushalte können mit dieser Stromquelle ... versorgt werden" sondern die offiziellen Statistiken des Bundesamts für Energie werden uns zeigen, wie sich die "Energiewende" auswirken wird. Die aktuellen Zahlen der letzten zwei Jahre sind unerfreulich. Der Erdölanteil an der Energieversorgung stieg von 15,5 auf 16,1%, der Gasanteil von 13,0 auf 13,7%, der Elektrizitätsanteil sank von 25,1 auf 24,5%. Schon in wenigen Jahren werden wir die Entwicklung besser erkennen.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Schon gut wenn es vorwärts geht. In 10 Jahren schon werden wohl bereits nur noch Elektro-, Gas- und Wasserstoffautos gekauft. Die Solarstrom Nachfrage wird zunehmen, die Aotmkraft wird weiterhin gebraucht, alles in allem geht es in die richtige Richtung. Nur viele die jetzt demonstrieren weil sie an prekären stellen wohnen geben sich falschen Hoffnungen hin. Das Meer wird so oder so 50-100 cm steigen. Es kommen ja nochmals 2 Milliarden Menschen dazu. Ein Nullsummen CO2 spiel wäre eine Leistung.
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