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Vorwurf sexuelle Belästung Britischer Verteidigungsminister Fallon tritt zurück

Der konservative Politiker soll in der Vergangenheit eine Journalistin unsittlich berührt haben.

Michael Fallon
Legende: Rücktritt des britischen Verteidigungsminister Michael Fallon wegen Hand auf dem falschen Knie. Keystone
  • Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon ist am Mittwochabend zurückgetreten. Das berichtet die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf einen Regierungssprecher.
  • Der konservative Politiker war in der Debatte über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz unter Druck geraten. Er soll 2002 bei einem Diner einer Journalistin wiederholt ans Knie gefasst haben.
  • Die Frau hatte damals den Vorfall gelassen genommen und twitterte: «Meine Knie blieben intakt.»

Viele der veröffentlichten Vorwürfe seien falsch, betonte Verteidigungsminister Michael Fallon. Gleichwohl sei er «in der Vergangenheit hinter den hohen Standards zurückgeblieben, die wir an die Streitkräfte stellen», schrieb er als Begründung für seinen Rückzug aus dem Kabinett an Premierministerin Theresa May. Seinen Parlamentssitz will Fallon aber behalten.

Premierministerin May lobte ihren bisherigen Verteidigungsminister am Abend in einem Antwortschreiben: In seiner Amtszeit seit 2014 habe er dazu beigetragen, dass die britischen Streitkräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erfolgreich waren und über drei Millionen Menschen aus den Fängen der islamistischen Fundamentalisten befreit werden konnten. Den Brief der Regierungschefin an Fallon haben mehrere Medien am Abend veröffentlicht.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Man verzeihe mir, wenn ich nun nicht in den Gesang der Hampelmänner einstimme, aber mir geht dieser völlig überrissene Hype so langsam auf die Nerven und ich frage mich ernsthaft ob man in Zukunft nicht wieder geschlechtergetrennte Schulen einführen sollte und den Knaben jeglichen Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht verbieten muss........
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Ich frage mich gerade, welch verklärtes Frauenbild sie haben. Hinter dem Herd und ja kein Aufmucken! Das, werter Herr Christmann sollte längst vorbei sein. Gerade sie, der sich beim Islamthema über die Kopftücher derart enervieren kann, erlaubt sich eine solche Haltung. Irgendwie kontrovers, oder nicht?
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    2. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Diese Haltung werde ich mir auch in Zukunft erlauben Herr Bächler, denn bei mir musste noch keine Frau mit Kopftuch umherlaufen.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (sensus communis)
    Und auf einmal wendet sich das Blatt doch noch... aus einem «Beinberühren» scheint nach neuesten, aber wohlverstanden unbestätigten Berichten, mehr zu werden. Harren wir der Dinge die da kommen. - Ich schreibe das nur, weil ich all jenen Vor-Kommentatoren aufzuzeigen, dass sie vorschnell diese Meldung bagatellisiert haben und es als Karriere vernichtend herunter gespielt haben. So schnell könnte man eines besser belehrt werden (bewusster Konjunktiv)!
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  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    Diese mediale Hexenjagd und die daraus entstandene Sex-Hysterie machen Angst, und sind für das gesellschaftliche Zusammenleben nicht förderlich. Diese Feststelung gilt immer unter der Voraussetzung, es handle sich bei Michael Fallon nur um diesen "Übergriff" Mit Gleichberechtigung hat nichts zu tun. Übrigens, wo bleiben die Männer, denen eine Frau ein Knie berührt hat?? Wo bleiben die Männer, die sexuell belästigt worden sind?? Interessant, die Kommentare diverser "Frauen-Versteher"!
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    1. Antwort von pedro neumann (al pedro)
      Der Begriff Sex-.Hysterie trifft die Sache genau...
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