Vulkanausbruch auf Indonesien: Hunderttausende werden evakuiert

Vulkan «Kelud» spuckt Feuer und Asche. Die Behörden wollen über 200'000 Menschen evakuieren. Zwei Menschen kamen ums Leben. Der internationale Flugverkehr ist beeinträchtigt.

Rauchsäule über dem Vulkan «Kelud» in Indonesien

Bildlegende: Bis zu 15 Kilometer spuckt der «Kelud» Asche und Rauch in die Höhe. Keystone

Ein Vulkanausbruch treibt 200'000 Indonesier in die Flucht. Fernsehbilder zeigten spektakuläre Stein- und Aschefontänen, die bis zu 15 Kilometer aus dem Krater in die Höhe schossen. Reporter beobachteten, wie sich mit Asche bedeckte Menschen in Sicherheit brachten.

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Indonesier auf der Flucht (unkommentiert)

0:26 min, vom 14.2.2014

Zwei Menschen kamen bislang ums Leben. Ein Sprecher des Katastrophenschutzes teilte mit, dass die Häuser der beiden Todesopfer einstürzten, weil Schutt und Geröll zu schwer geworden seien. Die Stadt Surabaya lag unter einer zentimeterdicken Ascheschicht. Sie liegt knapp 100 Kilometer nordöstlich des Vulkans.

Drei Flughäfen gesperrt

Die internationalen Flughäfen von Surabaya, Solo und Yogyakarta wurden geschlossen. Sie liegen 200 bis 300 Kilometer westlich des Vulkans. «Die Flughäfen sind in vulkanische Asche getaucht. Es ist zu gefährlich für Flugzeuge», sagte Bambang Ervan, Sprecher des Verkehrsministeriums.

Eine zweite Karte zeigen den Surabaya, wo der internationale Flughafen liegt sowie den Berg Kelud.

Bildlegende: Der internationale Flughafen Surabaya musste wegen der Eruption geschlossen werden. SRF

Der Luftraum in der gesamten Region war beeinträchtigt: Die Fluggesellschaft Virgin Australia strich sämtliche Verbindungen von und nach Phuket, Denpasar, zu den Weihnachts- und Kokosinseln. Die australische Fluglinie Qantas verschob Flüge zwischen Sydney und Jakarta auf Samstag.

Die Behörden arbeiten daran, eine zehn Kilometer breite Zone um den Vulkan zu evakuieren. Dort leben nach Angaben der Behörde für Katastrophenschutz mindestens 200'000 Menschen.