Waffenruhe in der Ostukraine soll nochmals verlängert werden

Seit einer Woche schweigen im Osten der Ukraine die Waffen. Abgesehen von vereinzelten Gefechten hielten sich die pro-russischen Separatisten und die ukrainische Armee an die Feuerpause. Sie soll nun nochmals um drei Tage verlängert werden.

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Ukraine rückt näher an Europa

1:33 min, aus Tagesschau vom 27.6.2014

Die ukrainische Regierung will die Waffenruhe mit den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes nochmals verlängern.

Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtet, soll die bis Freitagabend befristete Feuerpause um drei Tage ausgeweitet werden. Das habe Präsident Petro Poroschenko beim EU-Gipfel in Brüssel angekündigt. Einen entsprechenden Entschluss werde er direkt nach seiner Ankunft in Kiew treffen.

Gemäss Sergej Lawrow, dem russischen Aussenminister, begrüsst die Führung in Moskau die verlängerte Waffenruhe.

Konfliktparteien am Verhandlungstisch

Zwischenzeitlich haben sich die Konfliktparteien erneut in Donezk zu Gesprächen getroffen.

Ein bewaffneter Anhänger der pro-russischen Separatisten in Donezk

Bildlegende: Ein bewaffneter Anhänger der pro-russischen Separatisten in Donezk: Die Waffenruhe soll um drei Tage verlängert werden. Reuters

Zusammen mit russischen Diplomaten und Vertretern der OSZE verhandeln sie um die Beendigung der Kämpfe und um die Freilassung eines OSZE-Beobachterteams.

Die ursprünglich vereinbarte einwöchige Feuerpause würde offiziell heute Abend enden. Sie ist der wichtigste Teil des von Poroschenko vorgelegten Friedensplanes. Es kam zwar immer wieder zu kleineren Gefechten, schwere Kämpfe aber gab es nicht mehr.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • OSZE-Beobachter in Freiheit

    Aus Tagesschau vom 27.6.2014

    Die vier OSZE-Beobachter, welche einen Monat lang von pro-russischen Separatisten in der Ostukraine als Geiseln gehalten wurden, sind wieder frei. Die Separatisten knüpften die Freilassung an keine Bedingungen. Auf politischem Parkett nähert sich die Ukraine der EU an: Präsident Poroschenko unterzeichnete das Assoziierungsabkommen. Jonas Projer und Christof Franzen erklären, wie dieser Schritt bei den Konfliktparteien ankommt.