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International Waffenruhe in Syrien: Kerry verkündet «vorläufige Einigung»

US-Aussenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow sollen sich auf die Bedingungen für eine Waffenruhe in Syrien geeinigt haben. Nun steht noch die Zustimmung der Präsidenten aus.

Legende: Video «Zaghafte Schritte Richtung Feuerpause» abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.02.2016.

US-Aussenminister John Kerry hat sich nach eigenen Angaben mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow «vorläufig» auf Bedingungen für eine Feuerpause in Syrien verständigt. In einem Telefonat am Morgen «haben wir eine grundsätzliche vorläufige Einigung über eine Feuerpause erreicht, die in den nächsten Tagen beginnen könnte», sagte Kerry in der jordanischen Hauptstadt Amman. Er gehe davon aus, dass die Präsidenten beider Länder, Barack Obama und Wladimir Putin, darüber in den nächsten Tagen noch einmal sprechen werden.

Verhandlungen in der Schweiz sollen bald beginnen

Russland bestätigte die Gespräche: Nach einem ersten Telefonat am Samstagabend hätten Lawrow und Kerry ihre Gespräche über die geplante Waffenruhe in Syrien fortgesetzt, teilte das Aussenministerium in Moskau am Sonntag mit. Die Agentur Interfax berichtete unter Berufung auf Diplomatenkreise, ein erwartetes Expertentreffen in der Schweiz zur Umsetzung der Feuerpause werde voraussichtlich erst in den kommenden Tagen stattfinden. Ursprünglich hätte ein solches Treffen demnach am Samstag in Genf beginnen sollen.

Gewalt in Syrien ebbt nicht ab

Kerry war am Samstagabend in Jordanien eingetroffen, wo er am Sonntag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und mit dem jordanischen König Abdullah sprechen wollte. Zuvor hatte Kerry eingeräumt, dass «noch viel Arbeit» zu leisten sei, um zu einem Waffenstillstand in Syrien zu kommen. Russland hatte der syrischen Armee zuvor weitere militärische Unterstützung zugesichert.

Die USA, Russland und wichtige Regionalmächte hatten sich vergangene Woche in München auf eine Waffenruhe geeinigt, die ursprünglich am Freitag in Kraft treten sollte. Zuletzt hatte die Gewalt aber stattdessen zugenommen. Russland fliegt in Syrien Luftangriffe aufseiten der syrischen Armee, die USA führen eine Koalition an im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Opposition stellt Bedingungen

Die syrische Opposition macht ein Ende der russischen Luftangriffe zur Bedingung für einen Waffenstillstand. Die Vereinten Nationen müssten eine Garantie dafür geben, dass etwa Russland und der Iran ihre Angriffe einstellten, erklärte das Hohe Verhandlungskomitee. Alle Seiten sollten die Kämpfe gleichzeitig beenden.

13 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Ein paar aufgezogene Pupen aus Moskau genügen nicht um Frieden zu bekommen. Putin möchte so oder so am liebsten Krieg denn das liegt ihm. Von Wirtschaft versteht er so oder so nichts.
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  • Kommentar von N. Belg (Sinilga)
    Manche Kommentatoren versuchen hier die westliche Lügner und Chameleonen "weiss" zu machen:))) J.Kerry ist ein hervoragender Diplomat, aber leider kann nichts anders, als heute so, morgen anders. Lawrow sagte schon einmal: "Manche Kollegen oder westliche Partner sagen, versteh uns, wir können nicht anders..."
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Ich drücke Konferenz Karikatur Lawrow fest die Daumen, dass RUSPutin ausnahmsweise mal ein gegebenes Wort einhält. Den Mann schickt Putin ansonsten ja bloß zum Lügen und Täuschen vor. Lawrow ist ein bedauernswerter Mann. Unter Putin Minister zu sein, ist mehr als eine Strafe.
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Wenn man von einem Partner etwas will, darf man ihn nicht im Vorfeld immer Lügner und Schurke nennen . Zumindest weiss ich dies als Nichtdiplomat . Wer diese einfachen Regeln unbeachtet lässt, sollte sich raushalten und nicht immer Hetze verbreiten. Denn nur Zwietracht sähen gebärt nur Böses . Wer mit Respekt verhandelt wird Erfolg haben .
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    2. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Das nennt man Spitzenpolitik. Ich kenne eine Landsmännin von Ihnen, die ist Bush, einem offensichtlichen Lügner und gemeinen Kriegsverbrecher, in den Arsch gekrochen, um als Kanzlerkandidaten die Unterstützung der USA zu haben. Ein wesentlicher Vorteil bei der Wahl und seit langem eine Hypothek für DE. Die USA dürfen seit ihrer Wahl in DE wirklich Alles. In der CH gibt es ebenfalls viele US-Hörige. Sicherlich auch nicht immer freiwillig.
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    3. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Sie Herr Chauvet verschwenden Ihre Deutsch Kenntnisse an solch einen Unsinn :-)Wenn Sie der Welt etwas zeigen dann nur wie weit die Deutschen immer noch mit der Kriegs Propaganda zu gehen fähig sind und wieso man sich vor Deutschland immer noch so sehr in Achtung nehmen muss :-) Die Deutschen waren immer zu äusserstem zu gehen bereit und Sie bestätigen es in fast allen Ihren Kommentaren dass es immer noch die Reine Wahrheit ist :-)
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    4. Antwort von Cornelius Jaschko (Politically Correct Player)
      Europa wird einmal mehr die Deutsche Kriegs Propaganda verkauft :-)
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