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Italiens neue Regierung Berlusconi: Mit Steuergeschenken zurück an die Macht

Rund drei Wochen vor der italienischen Parlamentswahl liegt Ex-Regierungschef Berlusconi im Hintertreffen. Mit altbewährtem Rezept will der Cavaliere im Endspurt noch das Blatt wenden.

Legende: Video Berlusconi trifft den Nerv des Volks abspielen. Laufzeit 2:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.02.2013.

Berlusconi, der im November 2011 als Regierungschef abgetreten war, stieg diesmal erst nach langem Zögern in den italienischen Wahlkampf ein. Seit einigen Wochen macht er nun Boden gut. Dabei setzt er auf Steuergeschenke.

Der Chef eines Mitte-Rechts-Bündnisses versprach Steuerbetrügern eine Amnestie, sollte sein Lager an die Regierung kommen. Im Falle eines Wahlsiegs will vier Milliarden Euro Grundsteuer für den Erstwohnsitz zurückzahlen.

Das Mitte-Links-Bündnis um Pier Luigi Bersani und der noch amtierende Regierungschef Mario Monti kritisierten Berlusconis Vorstösse.

«Wir brauchen eine solche Steueramnestie unbedingt», sagte der 76jährige Medienzar und Milliardär dem TV-Sender LA7. Seine Massnahme würde es Steuerbetrügern ermöglichen, dem Staat nur einen Bruchteil der geschuldeten Gelder zurückzuzahlen. Die Wahlkampfidee ist aber nicht neu im Repertoire des dreifachen Regierungschefs, der im vergangenen Oktober selbst in erster Instanz in einem Prozess wegen Steuerbetrugs verurteilt worden war.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    dpa/blur, ist Ihnen zu diesem Wahlkampfthema, welches Italien tatsächlich berührt, nichts besseres eingefallen? Von B. kann man halten was man will, mit den Medien kann er "spielen", ganz im Gegensatz zu Bersani oder gar dem abgehobenen Monti. Ihr Artikel ist derart vage und oberflächlich, eigentlich schade! (Anm. an die Redaktion: Drucken Sie meinen Artikel nur. Mir ist bewusst, dass Sie es nicht mögen wenn Ihre Journalisten kritisiert werden. Leider viele schwache dpa Beiträge.)
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    1. Antwort von SRF News, Schweiz
      @Franz Schleiniger: Zur selben Thematik finden Sie hier (http://www.srf.ch/news/international/berlusconi-will-steuer-erstatten-dank-abkommen-mit-schweiz) weitere Hintergründe. Ausserdem handelt es sich bei «dpa» nicht um das Kürzel eines Autors, sondern um die Abkürzung der Deutschen Presse-Agentur (grösste deutschsprachige Nachrichtenagentur). ^kw
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  • Kommentar von Hanspeter Liebermann, Zürich
    Was den Italienern ihr Berlusconi ist, ist den Deutschen ihr Steinbrück. Beide versuchen sich als Entertainer, Finanz-Experten und beide sind nicht ernstzunehmend.
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    1. Antwort von Ueli Keifer, Kleinöschli
      Ja verehrter Herr Liebermann, würde das ganze nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Vom Norden droht die Kavallerie und der Süden will 30 Milliarden. Der Westen ist Ihnen auch nicht gerade gut gesonnen.Es droht Ungemach. Und ob Sie die ernst nehmen, das ist sowohl Peer wie Silvio egal.
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    2. Antwort von Klauspeter Dobermann, Jülich
      Was den Italienern ihr Berlusconi ist, ist den Schweizern ihr Blocher. Beide versuchen sich als Entertainer, Finanz-Experten und beide sind nicht ernstzunehmen(d).
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