Erfolg für angeschlagene Lega Nord in der Lombardei

Der Chef von Italiens föderalistischer Partei Lega Nord hat das Rennen um das Amt des Präsidenten in der norditalienischen Lombardei für sich entschieden. Roberto Maroni erreicht am meisten Stimmen. Die Region bleibt damit in rechter Hand.

Meroni vor einem Wahlplakat, er zeigt mit dem Finger in die Luft.

Bildlegende: Er hat es geschafft: Roberto Maroni hat für die Lega Nord die meisten Stimmen in der Lombardei geholt. Keystone

Bei den Regionalwahlen in der Lombardei, der bevölkerungsreichsten Region Italiens, schaffte es Maroni laut definitiven Ergebnissen auf rund 42 Prozent der Stimmen.

Sein Mitte-Links-Gegner Umberto Ambrosoli musste sich mit 38 Prozent der Stimmen begnügen.

Die Kandidatin der Protestbewegung «Fünf Sterne» um den Starkomiker Beppe Grillo, Silvana Carcano, erreichte lediglich 13 Prozent der Stimmen. Ex-Innenminister Maroni ist seit vergangenem Juni Chef der Lega Nord.


Lega Nord bleibt ein Faktor in der italienischen Politik

6:01 min, aus SRF 4 News aktuell vom 26.02.2013

Neuwahlen wegen Korruptionsskandal

7,7 Millionen Wähler waren in der Lombardei aufgerufen, einen Nachfolger für Gouverneur Roberto Formigoni zu wählen. Dieser hatte 17 Jahre lang die Lombardei regiert. Er musste infolge einer Serie von Korruptionsskandalen das Handtuch werfen. Formigoni war Politiker von Berlusconis Popolo della Libertà

Maronis Wahlsieg ist ein positives Resultat für die Lega Nord, die bei den Parlamentswahlen starke Stimmenverluste hinnehmen müssen. Die Partei schaffte es national auf lediglich vier Prozent.