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Italiens neue Regierung Grillo: Italiener sollen über Euro abstimmen

Der italienische Populist gibt seiner politischen Konkurrenz noch ein halbes Jahr. Dann breche das System zusammen. Er will eine Abstimmung über den Verbleib im Euro-Raum – aber ganz anders als bisher.

Grillo.
Legende: Grillo kündigt den Kollaps an. Keystone

Eine Woche nach den Wahlen ist in Italien noch keine Regierung in Sicht, nachdem die Parteien mehrere Koalitionsoptionen ausgeschlossen haben. Der Populist Beppe Grillo mit seiner Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) sieht das Land gar auf einen Kollaps des politischen Systems zusteuern.

«Parteien bluffen nur»

«Ich gebe den alten Parteien noch sechs Monate – und dann ist hier Schluss», sagte er dem Nachrichtenmagazin «Focus». «Dann können sie die Renten nicht mehr zahlen. Und auch die öffentlichen Gehälter nicht mehr.»

Die Altparteien wollten keine ernsthaften Reformen. «Sie bluffen nur, um Zeit zu gewinnen.» Grillo kündigte an, im Internet über Italiens Verbleib in der Euro-Zone abstimmen lassen zu wollen.

Staatschef Napolitano wird voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte die Parteien vor einem Auftrag zur Regierungsbildung konsultieren. Das Parlament kommt Mitte März zur konstituierenden Sitzung zusammen.

Legende: Video Grillo hat genug von der Parteienlandschaft abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Vom 03.03.2013.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Da wird von jungen, stark im Internet vernetzten, gut ausgebildeten Italienern die elektr. Basisdemokratie versucht u. vielleicht auch mit Erfolg. Das eine erste Meinungsbildung über den Verbleib im EURO auf diese Art und Weise durchgeführt wird ist ein Versuch wert. Das danach eine Abstimmung im Ramen eines Referendums erfolgen soll ist folgerichtig. Somit glaube ich auch, dass es genügend neue u. junge Parlamentarier geben wird, die wenigstens einen Neuanfang im Parlament versuchen sollen.
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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    Grillo ist ein starker Komunikator! (gemeinsam mit seinem Berater Casaleggio). Ob dann die Umsetzung auch so klappt ist eine andere Frage. Sein Wahlerfolg ist so gewaltig, dass er vermutlich nicht genügend geeignete Parlamentarier zur verfügung stellen kann. Da hat es einige welche klar überfordert sein werden. Die Frage zum Verbleib im Euro muss nicht im Internet stattfinden, sondern durch ein Referendum. So sieht es die Verfassung vor!
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