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Warnstreiks in Deutschland Tausende Flugpassagiere bleiben auf der Strecke

In ganz Deutschland haben heute die Warnstreiks begonnen. Das sorgt vor allem an den Flughäfen für Chaos.

  • Am Dienstagmorgen haben deutschlandweit tausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst ihre Arbeit niedergelegt.
  • Vor allem an Flughäfen, aber auch in Kindertagesstätten, bei der Müllabfuhr oder im Nahverkehr soll heute gestreikt werden.
  • Die Lufthansa sah sich gezwungen, rund 800 Flüge zu streichen. Etwa 90'000 Passagiere sind betroffen.
  • Die Gewerkschaft Verdi, die über 3,2 Millionen Arbeitnehmer vertritt, hatte im Hinblick auf die Lohnverhandlungen zu dieser Massnahme aufgerufen.
Flughafenangestelle halten Fahnen und Transparente
Legende: Kundgebung am Flughafen in Frankfurt am Main, wo mit 660 gestrichenen Starts und Landungen die meisten Ausfälle zu erwarten sind. Reuters

Es herrscht Chaos an deutschen Flughäfen. In Frankfurt, München, Köln und Bremen sind Angestellte in den Warnstreik getreten.

Da unter anderem das Sicherheitspersonal und Bodenverkehrsdienste die Arbeit unterbrechen, kommt es in ganz Deutschland zu massiven Verspätungen.

Die Lufthansa hat im Vorfeld schon mehrere hundert Flüge gestrichen. Betroffene Passagiere sollen kostenlos umbuchen oder auf die Bahn ausweichen können.

Auf die Flüge der Swiss hat dies bisher keine Auswirkung. Bis zum frühen Nachmittag konnte das Flugprogramm laut eigenen Angaben planmässig durchgeführt werden.

Mindestens 200 Euro mehr Lohn

Die Ausfälle an den Flughäfen sollen sich vorerst auf Dienstag beschränken. Die Gewerkschaft hat jedoch weitere Streiktage bis Freitag angekündigt.

Je nachdem wie viele Angestellte von Bund und Kommunen sich daran beteiligen, können auch anderen öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Sparkassen oder Stadtverwaltungen betroffen sein.

Am Sonntag gehen die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern in die dritte Runde. Verdi, welche die Arbeitnehmer vertritt, fordert eine Lohnerhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (Tokapi GT)
    „...sollen kostenlos umbuchen oder auf die Bahn ausweichen können.“ Mit der Bahn garantiert nur gegen Aufpreis. Der ganz normale, täglich gelebte Wahnsinn einer völlig aus den Fugen geratenen, neoliberalen und globalisierten „Geiz ist geil“ Gesellschaft.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Ein vernuenftiger Mix. 200 Euro mehr fuer Wenigverdiener mach diese kaum streikfauler. Und 6 Prozent fuer die im Beruf zu Fleissigen ist angemessen. Bei Forderung nur von Festbetraegen werden die Miniloehner streikfaul und die zu Fleissigen gucken prozentual ins Rohr. Win win fuer die Galeeristen. Und dabei kriechen ihnen die Linken auf den Leim....
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr Dupond erklären Sie mir mal, wie sich eine Gruppe Gehör verschaffen soll, wenn A) Die Medien ein paar St-Reichen Familien gehören, wenn b)die Politik ob von rechts, da ist eh nicht viel mehr zu erwarten als ein süchtiges sich Sehnen nach hehren Zeiten, die so nie waren und von links, wo die meisten schon zu Geisseln einer Markt-Liberalen-Globaloffenen-und-Lokal-desaströsen Politik geworden sind? ...ach ja die Mitte, die ist mittig nirgends, ni de droit, ni de gauche, was = rechts ist.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    '800 Flüge zu streichen. Etwa 90'000 Passagiere sind betroffen' und auf wie viele Tage verteilt? Zahlen, die nachdenklich stimmen.....bedenken wir, was für einen Umweltimpakt dieser Flugwahnsinn hat....Ich denke in solchen Momenten, die Menschen sind nicht mehr zu retten. Eine todessüchtige Spezies, die um der Endlichkeit, der Sterblichkeit zu entrinnen sich dem ewigen Wachstum und somit dem sicheren Untergang verschrieben hat....
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      1 Tag....
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