Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Warnung der UNO Sicherheitslage in Mali erreicht «kritische Schwelle»

  • Die verheerende Sicherheitslage in Mali könnte einem UNO-Experten zufolge zur «schwerwiegendsten Bedrohung» für den regionalen und internationalen Frieden werden.
  • Das westafrikanische Land ist seit Jahren instabil. Etliche Terrorgruppen sind dort aktiv.

Eine UNO-Mission versucht das Land zu stabilisieren. Allerdings werde die Sicherheitslage immer schlechter und habe nun eine «kritische Schwelle» erreicht, teilte UNO-Experte Alioune Tine nach einem Besuch in dem Land mit.

Staatliche Institutionen seien in vielen Teilen des Landes gar nicht präsent, sagte Tine. Zudem werde der Staat angesichts der zunehmenden tödlichen Angriffe durch Terrorgruppen immer schwächer. Auch das politische, wirtschaftliche und soziale Klima ist demnach katastrophal und innerhalb der Bevölkerung steigt der Unmut.

Extremisten nutzen Instabilität

In den Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Die Regierungen der Länder sind meist schwach, die Armut ist gross und der Zugang zu Bildung und Gesundheit sind sehr eingeschränkt – eine Situation, die die Extremisten ausnutzen.

Der Konflikt in Mali

Box aufklappenBox zuklappen
Truppen der UNO-Mission Minusma. (reu)

Ende 2012 hatten islamistische Extremisten und Tuareg-Rebellen im Norden Malis die Macht übernommen. Die Tuareg, die als Söldner für den libyschen Ex-Machthaber Muammar Gaddafi gedient hatten, waren nach dessen Sturz 2011 – schwer bewaffnet – in ihre Heimat zurückgekehrt.

Einige von ihnen starteten in Mali eine Rebellion, um in der Wüste im Norden des Landes einen eigenen Tuareg-Staat zu errichten. Mit Al-Kaida verbündete Dschihadisten kaperten diese Bewegung jedoch schon bald. Ende 2012 übernahmen sie dann den Norden Malis. 2013 wurden sie von Truppen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich zurückgedrängt.

Der Einsatz der Franzosen ebnete den Weg für die UNO-Friedensmission. Die 13'000 Mann starke Blauhelmtruppe Minusma hilft im Norden des Landes dabei, das Friedensabkommen zwischen Regierung und Rebellen durchzusetzen. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität.

Der Minusma-Einsatz in Mali gilt als der gefährlichste derzeit laufende Auftrag der UNO.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Und, was schlägt man vor um das Problem zu lösen? Es kommt wie ein Heuschreckenschwarm auf Europa zu. Peinlich dass eben vor vielen Jahren Afrika einfach mit Lineal und Zirkel aufgeteilt wurde ohne auf ethnische Probleme Rücksicht zu nehmen. Milliarden von „Entwicklungshilfe“ sind in den Taschen der Mächtigen geflossen und die Menschen hungern. Alles eine Frage die wir mit zu verantworten haben.
  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Die Regierungen der Länder sind meist schwach, die Armut ist gross und der Zugang zu Bildung und Gesundheit sind sehr eingeschränkt
    Sehen Sie, DAS ist Armut... Und wie ueblich vom Islam bedroht... der Religion der die Europaer so tolerant gegenueber stehen... (Ob das netti durchlaesst?)
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Danke!