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International Warum der IS-Terrormiliz kaum beizukommen ist

Zwar kämpft die syrische-kurdische Grenzstadt Kobane tapfer gegen die anstürmenden IS-Milizen. Doch die gut bewaffneten Terroristen lassen sich auch von den US-geführten Luftschlägen nur schwerlich zurückdrängen. Was macht die Dschihadisten so erfolgreich?

Legende: Video Die Taktik des IS abspielen. Laufzeit 09:11 Minuten.
Aus 10vor10 vom 17.10.2014.

Die Schlacht um Kobane ist noch nicht entschieden. Die kurdischen Kämpfer wehren sich immer wieder erfolgreich gegen ein Vordringen der Terrormiliz «Islamischer Staat» IS. Doch andernorts in Syrien und im Irak marschieren die Terrorkämpfer fast ungehindert weiter. Die Extremisten beherrschen mittlerweile ein Gebiet, das sechs Mal so gross ist wie die Schweiz.

Was macht die IS-Milizionäre so erfolgreich? Militär- und Sicherheitsexperten bringen es auf den Punkt:

  • Die IS-Kämpfer sind furchtlos. Sicherheits- und Nahostexperte Roland Popp von der ETH Zürich wertet das als einen militärischen Vorteil. «Die Gegner wissen, dass die IS-Kämpfer härter angreifen werden und den Tod nicht fürchten.» Der IS versuche ganz bewusst in seinen Propaganda-Aktionen dieses Image zu erzeugen, besonders radikal und mutig zu sein.
  • Die Kampfeinheiten agieren flexibel. Die Islamisten vermischen moderne Kriegstaktik mit terroristischen Angriffen und Guerilla-Aktionen. Michael Stephens vom Royal United Services Institute in London befasst sich mit Verteidigungs- und Sicherheitsstudien. Für ihn sind die IS-Extremisten autonome, mobile Gruppen, die ohne eine übergeordnete Kommandostruktur funktionierten. «So können sie den Feind angreifen, auch wenn eine andere Gruppe an einem anderen Ort verloren hat. Sie sind so fähig, ihre Taktik zu ändern. Das ist revolutionär für diese Region.»
  • Die Terrormiliz kämpft zäh. Die Einheiten verfügen über viel Geld, moderne Waffen und Fachwissen ehemaliger Gefolgsleute von Saddam Hussein. Ein weiteres Vorgehen hat Stephens beobachtet: «Sie dringen schnell in ein Gebiet vor, nehmen es ein und ziehen die Kämpfer dann wieder zurück.» Laut Popp versuche der IS langsam das eigene Territorium zu erweitern und Schritt für Schritt die Kontrolle über weitere Teile des Nahen Ostens zu erringen. «Das ist die Grundidee.»

Experten sind sich einig: Nur verstärkte Bodentruppen könnten die Dschihadisten bezwingen. Aus der Luft sei kein Krieg zu gewinnen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Nun, schon Churchill hatte damals rasch erkannt, dass die Deutschen mit ihren Angriffen nur aus der Luft keine Chance haben GB einzunehmen, respektive zu bezwingen. Sollten eigentlich die Amerikaner wissen. Deshalb erscheint mir persönlich das Engagement der Amerikaner nur halbherzig zu sein. "Man solle sich auf einen langen Kampf einstellen", so Obama diese Tage verkündete. Für eine raschere Lösung hat es hier von Usern ja schon gute Ansätze gegeben. Aber wenn man keine rasche Lösung will!
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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Einen Ringgürtel mit mind. einem Kilometer Breite ausbomben, verminen und diesen dann ausserhalb von der Kurdenseite her mit Bodentruppen verteidigen. Das wäre eine einzige Möglichkeit von der Luft aus wirksam zu sein. Planloses bombardieren kostet nur falschen Menschen das Leben .
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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    IS-Gebiet in mehrere Segmente 'aufteilen', voneinander isolieren und schlussendlich gründlich bekämpfen durch Kurden, irakische Armee, internationale Truppen ... nicht einfach, doch möglich.
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