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Terror in Berlin Was bisher bekannt ist

Was wir derzeit über Täterschaft, den Beifahrer des Tat-Lastwagens und weitere Fahndungsergebnisse wissen.

Legende: Video Berlin-Attentäter erschossen abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 23.12.2016.

Was ist geschehen? Am Montagabend fuhr ein Lastwagen auf einen der grössten Weihnachtsmärkte Berlins zu mitten in die Menschenmenge. Er fuhr auf dem Markt 50 bis 80 Metern weit und tötete dabei 12 Menschen, 49 wurden teils schwer verletzt. Der ursprüngliche Fahrer des Lastwagens wurde erschossen auf dem Beifahrersitz. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nimmt den Angriff für sich in Anspruch.

Was ist mit dem Täter? Der mutmassliche Attentäter ist in der Nacht auf Freitag am Bahnhof Sesto San Giovanni, zwischen Mailand und Monza, erschossen worden. Der Flüchtige war einer Polizeistreife verdächtig erschienen und daraufhin kontrolliert worden. Er eröffnete das Feuer, welches die Beamten sofort erwiderten. Der Gesuchte wurde bei dem Schusswechsel getötet, ein Polizist wurde verletzt.

Zuvor hatten die deutschen Behörden auch öffentlich nach der verdächtigen Person gesucht. Asyl-Papiere auf seinen Namen waren nach dem Anschlag im LKW gefunden worden. Der Tatverdächtige soll sich in der Vergangenheit jedoch verschiedener Namen bedient haben.

Der Gesuchte wurde im Juni 2016 in Deutschland als Asylbewerber abgelehnt, konnte aber nicht abgeschoben werden, weil er keine gültigen Ausweispapiere bei sich hatte. Er war bereits im Visier der Behörden, ist als potenziell gefährlich eingestuft worden und in der Islamistenszene vernetzt.

Wer war der Beifahrer im Lkw? Der ursprüngliche Fahrer aus Polen, dessen Leiche auf dem Beifahrersitz des Lastwagens gefunden worden war, ist mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen worden, von der jede Spur fehlt. Der Pole hat offenbar bis zum Attentat noch gelebt. Ein Ermittler hat von einem Kampf gesprochen. Er war laut dem polnischen Speditions-Eigentümer am Montag seit ab etwa 16 Uhr nicht mehr zu erreichen. Im Führerhaus des Lastwagens wurde blutverschmierte Kleidung gefunden.

Die offene Frage: Unklar ist, ob die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hinter dem Anschlag steht. Sie hatte zwar den Angriff für sich reklamiert. Allerdings erfolgte die Erklärung erstmals, bevor der Täter gefasst oder getötet wurde. Täterwissen gab der IS – wie auch schon in früheren Fällen – in seinem Bekenntnis nicht bekannt.

Die Weihnachtsmärkte: In allen Bundesländern wird die Polizeipräsenz erhöht, vor allem bei den Weihnachtsmärkten. Mit Betonbarrieren werden die Zugänge zu den grösseren Märkten erschwert.

70 Kommentare

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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Wenn wir das Sündenregister dieses Anis Amir verfolgen, so muss man sich schon einige kritischen Fragen über Fehlleistungen der deutschen Justiz stellen. Solche Individuen mit krimineller Vergangenheit und Verbindungen zum islamistischen Terror muss man unbedingt bei Ausweisung sofort in Ausschaffungshaft setzen bis alle nötigen Dokumente vorhanden sind! Dies gilt auch für die CH! Im weiteren hatte Anis Amir noch ein Einreiseverbot in die USA!!
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Alles mal halblang, dieser Amir da koenntenauch nur so eine Art von Gelegenheits-IS-Terrorist sein. Er erhielt einen ablehnenden Entscheid, war sicherlich auch frustriert und hat sich in der Folge eben so bemerkbar gemacht.
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    1. Antwort von L. Leuenberger (L.L.)
      In Deurschland sind zurzeit 200 000 abgelehnte Asylbewerber, die ausreisen sollen. Sie alle sind junge Männer, mit zerstörten Hoffnungen. Deutschland spricht von 46% Migranten, ohne Recht auf Asyl. Unkontrollierte Einwanderung, die in den letzten 2 Jahren passiert ist, ist gesetzeswidrig und wie sich zeigt, eine Bombe mit Spätzünder. Deuschland ist mit 2-3 Monaten im Verzug mit den Registrierungen. Weder in Deuschland, noch in der CH wissen wir, wo die Untergetauchten sind (in der CH 5 000).
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Die Merkel schafft ja das, so soll sie es nun auch auslöffeln und ausbaden!
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Das ist erschreckend! Man wusste also um ein grosses Islamisten-Netzwerk und um diesen brandgefährlich eingestuften Mann und lässt solche Kreise offenbar dennoch gewähren? Da fragt sich doch jeder, wie viele Netzwerke noch und wo? Und wieso auch hierzulande nur Neonazis wo immer möglich aus dem Verkehr gezogen werden, aber diese Gefährder nicht? Läuft das unter Religions-und Kultusfreiheit?
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ausserdem erschreckend ist, dass der IS mittlerweile junge Frauen & Kinder für Attentate gegen die Ungläubigen rekrutiert. Fazit ist, dass wir nicht mehr wissen können, wer uns wohlgesinnt ist & wer eben nicht. Da nützt dann auch die Überwachung von Gefährdern nicht mehr viel.
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