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Attentat in Istanbul Was bisher bekannt ist

Was wir derzeit über den Täter, die Opfer und das Motiv wissen.

Legende: Video Video zeigt angeblichen Attentäter abspielen. Laufzeit 1:41 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.01.2017.

Was ist geschehen? Am Neujahrsmorgen kurz nach 1 Uhr verschafft sich ein Schütze Zugang zum Club «Reina» im europäischen Teil Istanbuls und tötet vor dem Eingang einen Polizisten und einen Zivilisten. Danach eröffnet er das Feuer im In-Club und schiesst auf die rund 700 Gäste. Laut Presseberichten gibt er dabei über 180 Schüsse ab und tötet viele seiner Opfer durch gezielte Kopfschüsse. Unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet die Zeitung «Hürriyet Daily News», der Attentäter sei mit dem Taxi zum Anschlagsort gefahren und in der allgemeinen Panik auch so wieder entkommen.

Wer sind die Opfer? Bei dem Anschlag waren 39 Menschen getötet worden, 26 von ihnen waren Ausländer. Die türkische Familienministerin Fatma Betul Sayan Kaya sagte, es seien vor allem Bürger arabischer Staaten unter den Opfern. Nach amtlichen Angaben waren unter den Getöteten Staatsbürger Belgiens, Frankreichs, Tunesiens, Israels, Indiens, Saudi-Arabiens, des Libanon, Jordaniens, des Irak und Libyens. Auch zwei aus Deutschland stammende Männer sind unter den Opfern. Schweizer Opfer wurden zunächst nicht bestätigt. 69 Personen wurden verletzt.

Wer ist der Täter? Noch immer ist nicht bekannt, wer der Täter ist, die Fahndung dauert weiter an. Der Islamische Staat hat die Tat für sich reklamiert. Die Echtheit des Bekennerschreibens liess sich allerdings zunächst nicht überprüfen. In welche Richtung ermittelt wird, wollte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim nicht sagen. In den ersten Meldungen zum Anschlag hiess es, dass der Täter als Weihnachtsmann verkleidet gewesen sei – Yildirim dementierte dies später.

Was wissen wir über den Anschlagsort? Das «Reina» ist eine der schicksten Adressen in Istanbul und bei Prominenten sehr beliebt. Nur wenige hundert Meter weiter fanden die offiziellen Silvesterfeierlichkeiten statt. Wegen der Anschlagsgefahr waren in Istanbul 17'000 Polizisten im Einsatz, es galten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in der Innenstadt.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    Da hat sich in der Berichterstattung etwas zum Besseren geändert. "Die Tat für sich reklamiert" ist eine angemessene Bezeichnung. Die früher oft verwendete Floskel "hat die Verantwortung für die Tat übernommen" war nicht nur völlig falsch sondern auch echt zynisch. Denn niemand hat je von sich aus in irgend einer Weise "Verantwortung" für einen Terrorakt übernommen. Niemand hat sich je hingestellt und gesagt: "Ich war es, es war eine Sauerei, und jetzt richtet mich".
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