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Möglicher Giftmord an Nam Was wissen die Nordkoreaner?

Legende: Video Weitere Festnahmen in Spionage-Krimi abspielen. Laufzeit 1:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.02.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die malaysische Polizei sucht nach weiteren Verdächtigen.
  • Vier der gesuchten mutmasslichen Drahtzieher des Angriffs stammten aus Nordkorea und hätten Malaysia noch am Tag von Kim Jong Nams Tod verlassen, sagte der stellvertretende Generalinspektor der Polizei.
  • Die Verdächtigen seien nicht mit Diplomatenpässen gereist. Die Polizei fahndet nach drei weiteren Verdächtigen. Einer von ihnen soll nordkoreanischer Staatsbürger sein.

Knapp eine Woche nach dem mutmasslichen Giftanschlag auf den älteren Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un verdichten sich die Hinweise, dass die Täter aus seiner Heimat kommen. Doch was ist das Motiv?

In Nordkorea selbst wird das Thema weitgehend verschwiegen, wie so vieles was mit der obersten Führungsriege zu tun hat, sagt Rüdiger Frank. Dennoch könne man davon ausgehen, dass die Nordkoreaner darüber informiert sind, sagt der Professor für Ostasienwissenschaften und Nordkoreakenner.

Motiv unklar

Kim Jong Nam – erstgeborener Sohn des früheren Diktators Kim Jong Il – wurde einst als dessen Nachfolger gehandelt. Er fiel jedoch noch zu Lebzeiten von Kim Jong Il in Ungnade. Mögliche Machtansprüche könnten deshalb hinter dem Mord stecken, spekuliert Frank.

«Es ist genauso denkbar, dass Nordkorea dafür gar nicht zuständig ist», meint Frank.» Macao ist eine ziemlich anrüchige Gegend, wo auch die Triaden tätig sind. Man weiss nicht in welche Geschäfte Nam verwickelt war. Es könnte auch so etwas gewesen sein.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Benedikt Walchli (Benedikt Walchli)
    In etwas abgeschwächter Form passiert dieselbe Desinformation durch die Medien hier auch. Ich verstehe z.B. Trump sehr gut wenn er via Twitter die Medien ausklammert. Alles läuft immer auf Meinungsmanipulation hinaus!
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Berichts-Serie riecht schon verdächtig nach Kampagne. Erst verurteilt man die Raketentests, obwohl die "Guten" in viel größerem Ausmass selber Tests durchführen. Dann berichtet man über Zerwürfnisse mit China. Und als 3. Akt wird ausführlich über den Tod des Halbbruders spekuliert und über frühere Operation informiert. Die Operationen der Grossen während des Kalten Krieges und aktuelle "Manöver" werden kaum so ausführlich erwähnt und diskutiert.
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    1. Antwort von Dominic Aerni (Dominic Aerni)
      Na, dann erzählen Sie uns doch mal die schöne Wahrheit über die nordkoreanische Regierung, das würde mich schon lange interessieren!
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Wo sind wir eigentlich bei dieser Serie über das Ableben von Kim Jong Nam? Es ist wie bei Dreharbeiten zu einem James Bond. Waren es seine eigenen Leute/Clan oder seine neuen Partner? Womöglich war es ein Verbrechen aus der Unterwelt/Triaden. Wartet ab, bis der "James Bond" fertig geschnitten ist. Dann ist es sinnvoll, darüber zu berichten.
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    1. Antwort von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
      Falsch, Herr Szabo. Es ist schon sehr wichtig, dass wir vorzeitig darüber informiert werden, schliesslich wäre es nicht das erste Mal, dass nordkoreanische Agenten und Agentinnen (!) einen solchen Mordanschlag verüben. Wie ich es hier vor wenigen Tagen geschrieben habe, ist es nur noch eine Frage von kurzer Zeit, bis das Blatt sich wendet und Kim Jong Un so enden könnte wie damals Mussolini auf offener Strasse. Es brodelt in Nordkorea immer mehr in Richtung Vulkanausbruch.
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