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Amtseinführung von Trump Washington im Präsidentenfieber

Er braucht oft Superlative, doch selbst neutrale Beobachter würden sagen: ja, heute ist der grösste Tag in Donald Trumps Leben. Denn heute übernimmt er die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Obama. Schon Stunden vorher sind Trump-Freunde und Trump-Feinde in Washington auf den Beinen.

Aus dem ganzen Land sind die Anhänger von Donald Trump angereist. Alan und seine Kollegen aus dem Bundestaat Indiana nutzen die Zeit für Sightseeing: «Wir haben gerade das Haus des ehemaligen Präsidenten Woodrow Wilson besichtigt, und jetzt freuen wir uns wahnsinnig auf Donald Trump!» Und schon muss er weg, der Carfahrer ruft zum Aufbruch.

800'000 Schaulustige erwartet

Auch Donald Trump ist bereits gestern nach Washington gereist. Er legte auf dem Militärfriedhof Arlington einen Kranz nieder und besuchte mit seiner Familie ein Konzert zu seinen Ehren vor dem Lincoln-Memorial. «Wir werden das Land so grossartig wie noch nie machen», spitzte er seinen Wahlslogan zu.

Heute werden rund 800‘000 Schaulustige zur Amtseinsetzung erwartet. Washingtons Innenstadt gleicht einer Festung. 28‘000 Sicherheitskräfte stehen im Einsatz.

Jeh Johnson, der Minister für Innere Sicherheit, sagt, es sei alles unternommen worden, damit die Feierlichkeiten und die Parade nicht gestört werden können.

Nicht alle jubeln

Alle wollen Trump nämlich nicht zujubeln. Matthew aus Los Angeles nimmt schon seit Tagen an Protestaktionen teil. Er könne nicht einfach zuschauen, welche Programme Trump kahlschlage, das könnten nur die Privilegierten tun.

Unter den 99 Gruppen, die heute demonstrieren wollen, hat es aber auch solche, die nicht gegen, sondern für den 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika sind.

Legende: Video FOKUS: Grosse Hoffnungen in Donald Trump abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.01.2017.

Live bei SRF

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SRF überträgt die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten live – hier auf srf.ch/news und im Fernsehen auf SRF info. Die Übertragung beginnt um 16.30 Uhr (MEZ).

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Washington im Präsidentenfieber, aber nur für die Trump-Anhänger. Ab heute Abend ist Donald Trump nicht mehr der reichste Rüpel der USA, sondern der mächtigste Mann der Welt. Die Hoffnungen sind klein, die Angst ist gross. Heute ist kein Jubeltag. Donald Trump ist kein Hoffnungsträger. Die Welt wird anders, unberechenbarer, fiebriger – aber nicht zwingend schlechter. Wie bei jedem Risiko kann es auf die eine Seite kippen – oder auf die andere.
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  • Kommentar von Benedikt Walchli (Benedikt Walchli)
    Viel Gespotte und Blabla wie immer, aber die Welt wird sich noch wundern was er zusammen mit den beiden Häusern in republikanischer Hand alles erreichen wird!
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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    Trump ist sicher der erste Präsident unter dem die jeweiligen Minister direkt aus den Branchen der Privatwirtschaft kommen. Goldman Sachs hat mehrere Leute, die nun die Bankgesetze wieder «optimieren». So wie bei uns Leute von PriceWaterhouseCooper die USR lll geschrieben haben sollen. Transparenz? Die einzige, die sich ganz nackt auszog war die First Lady. Die Bilder haben wir gesehen ...
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    1. Antwort von Blacky Schäfer (Schwarzwolle)
      Schön gesagt. Die Deregulierung der Banken ist ein Hauptanliegen von Trump. Die nächste Weltwirtschaftskrise könnte bald in greifbare Nähe kommen. Wie will Trump unter diesen Umständen neue Jobs generieren? Sein Hauptwahlversprechen könnte gewaltig nach hinten losgehen. Und die ganze Weltbevölkerung wird das ebenfalls zu spüren bekommen. Das sind keine Peanuts, das wird bitterernst.
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