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International Weitere Ebola-Infektionen - Gewalttäter attackieren Ärzte

Das tödliche Ebola-Virus weitet sich in Westafrika immer weiter aus. Nun meldet auch Mali erste Verdachtsfälle. In den letzten zwei Monaten waren in Guinea und Liberia bereits zahlreiche Menschen an dem Virus gestorben. Ein Zentrum der Ärzte ohne Grenzen wurde von Gewalttätern attackiert.

Drei Personen seien in Quarantäne genommen und Proben in die USA geflogen worden, teilte die Regierung in Bamako mit. Ein Interventionsteam werde sich vor Ort ein Bild von der Lage machen. Allerdings zeigten die Erkrankten Zeichen der Besserung.

Allein in Guinea stieg die Zahl der Menschen, die der Seuche erlagen, auf 86. Betroffen sind auch Menschen in der Hauptstadt Conakry. Liberia meldete unter seinen 14 Verdachtsfällen sieben Tote.

Auch aus Sierra Leone werden Fälle gemeldet. Gambia schottete zwei Menschen von der Aussenwelt ab, obwohl zuvor das Gesundheitsministerium die Befunde als negativ eingestuft hatte.

Ein aus Guinea kommendes Flugzeug wurde am Freitag am Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris wegen eines Ebola-Verdachts vorübergehend unter Quarantäne gestellt. Nach einer Überprüfung wurde aber Entwarnung gegeben und alle 198 Insassen konnten das Flugzeug verlassen.

Krankheit nur in Afrika aufgetreten

Die Todeswahrscheinlichkeit liegt bei Ebola je nach Erregerstamm bei bis zu 90 Prozent. Die Kranken leiden an Durchfall, Erbrechen, hohem Fieber sowie inneren und äusseren Blutungen. Eine Therapie oder Impfung gibt es nicht. Die eher spärlich ausgestatteten Gesundheitssysteme in Afrika sind für Epidemien kaum gerüstet.

Seit dem ersten Auftreten 1976 im Kongo fielen der Krankheit 1500 Menschen zum Opfer. Der letzte grosse Ausbruch war 2012 ebenfalls im Kongo.

Ausserhalb Afrikas wurde bislang kein Ebola-Fall bekannt. Experten rechnen auch nicht damit, dass sich die Seuche in Europa ausbreiten kann.

Guinea: Angriff gegen Ärzte

Im westafrikanischen Guinea haben mehrere Gewalttäter ein Ebola-Behandlungszentrum der Ärzte ohne Grenzen angegriffen, berichtete eine Sprecher der Organisation. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Das Zentrum wurde vorübergehend geschlossen. Man hoffe, die Arbeit bald fortsetzen zu können.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Wenn man die Anzahl der Opfer mit der statistischen Opferzahlen von Kriegen vergleicht, indem man die zeitliche Restwert der Division berücksichtigt, sowie den finanziellen Gewinn sowie der politischen Instabilität, die sich daraus abzeichnet, sowie dem aufgedruckten Copyright auf dem Virus - kann man nur einen Schluss ziehen: Das böse USA ist schuld! Machtpolitik über Leichen - wieder Mal typisch!
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Zitat von oben: "Eine Therapie oder Impfung gibt es nicht." Auch bei dieser (vorläufig noch) seltenen Erkrankungen, wird die Pharmaindustrie ihren profitorientierten Hintern kaum bewegen, respektive kann gar nicht, wenn sie Konkurrenzfähig bleiben will. Die aktuelle Berichterstattung über Ebola darf man als Panikmache betrachten, da viele andere, durch Mikroorganismen jährlich verursachte Todesfälle, um 10-er Potenzen höher liegen. Aber Achtung: Ein Super-GAU-Virus kommt irgendwann.
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Zitat: Aber Achtung: Ein Super-GAU-Virus kommt irgendwann. Das Ebolavirus koennte es sein... wie Sie sicher wissen, tendieren Viren zu Spontanveraenderungen, meist im negativen Sinne.. so koennte ohne Weiteres ein hoch und schnellansteckender Virus entstehen.. und dann.. je bevoelkerter je agressiver...
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