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International Weiterer Anschlag auf Militärkonvoi in der Türkei

Einen Tag nach dem Anschlag in Ankara ist im Südosten des Landes ein weiterer Militärkonvoi angegriffen worden. Die Bombe wurde offenbar aus Distanz per Fernbedienung gezündet. Mindestens sechs Menschen wurden getötet.

Legende: Video «Anschlag in Diyarbakir» abspielen. Laufzeit 0:12 Minuten.
Vom 18.02.2016.

Am Tag nachdem eine Autobombe in der türkischen Hauptstadt Ankara 28 Menschen in den Tod riss, sind im Südosten des Landes bei einem neuen Angriff auf die Armee mindestens sechs Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat wurde bei der Detonation schwer verwundet.

Die Explosion hat sich auf einer Strasse von Diyarbakir nach Lice ereignet. Ziel des Anschlags sei ein Militärkonvoi gewesen, heisst es aus Kreisen der Sicherheitskräfte. Diese machen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für den Angriff verantwortlich.

Kurden weisen Vorwürfe zurück

Auch hinter dem Autobombenanschlag in Ankara vom Vortag soll nach Angaben von Regierungschef Ahmed Davutoglu die PKK stecken. Die PKK allerdings weist jegliche Verantwortung für den Anschlag in Ankara von sich.

Auch die syrische Kurdenpartei PYD erklärt, sie sei nicht in den Anschlag von Ankara verwickelt. Die Türkei versuche vielmehr, die Kämpfe im Norden Syriens zu eskalieren, der Co-Vorsitzende der PYD, deren bewaffneter Arm die Kurdenmiliz YPG ist. Die YPG betrachte die Türkei nicht als Feind.

2 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Die USA werden ihre Verbündetenstrategien überdanken müssen. Die Türkei ist heute kein stabiles Land mehr. Da müsste es eigentlich heissen "Finger weg".
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    R. Erdogan weiss, was die TR der NATO wegen ihrer geografischen Lage wert ist. Deshalb kann es sich R. Erdogan erlauben mit den Kurden umzugehen wie es ihm gefällt und nebenbei der EU bezüglich der Flüchtlinge Milliarden abnehmen.Europa braucht die TR als Sperre gegen die Flüchtlinge und der Westen als Plattform für den Krieg gegen den Daesh (IS).Da ist das Schicksal der Kurden und anderen Gruppen nur zweitrangig und lässt Ankara freie Hand,den eingeschlagenen Kurs mit aller Härte fortzuführen.
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