Weiterer Selbstmordattentäter in Mali

In Mali setzten die islamistischen Rebellen offenbar zunehmend auf eine Guerillataktik. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage schickten sie im Norden des Landes einen Selbstmordattentäter los. Für die Franzosen bedeutet diese Wendung nichts Gutes.

Video «Mali» abspielen

Selbstmordattentäter bereiten im Mali Schwierigkeiten (unkomm.)

0:22 min, vom 10.2.2013

In der nordmalischen Stadt Gao kämpften erneut Regierungstruppen gegen islamistischen Rebellen. Stunden zuvor hatte sich in der Stadt ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

Es war bereits der zweite Vorfall mit einem Selbstmordattentäter seit Beginn der französischen Intervention. Erst am Freitag hatte sich in Gao ein Attentäter in die Luft gesprengt und Menschen verletzt.

Islamisten ändern Taktik

Der Einsatz der Selbstmordattentäter nährt die Sorge, dass die Islamisten eine offene Konfrontation meiden und verstärkt auf eine Guerillataktik setzen. Die alliierten Truppen haben die islamistischen Rebellen immer weiter in den Norden Malis zurückgedrängt und die grossen Städte unter ihre Kontrolle gebracht.

Die Rebellen haben sich in unwegsames Gebirgsgelände in der Sahara zurückgezogen, um sich neu zu gruppieren. Sie werden auf mehrere tausend Mann geschätzt. Viele stammen aus dem Ausland.

Laut «New York Times» erinnert die Situation an den Militäreinsatz in Afghanistan. Auch dort hatte sich der harte Kern der Taliban in die Gebirge zurückgezogen, nachdem internationale Truppen vorgerückt waren. Bis heute konnten die Taliban nicht besiegt werden.