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International Weiterer Überfall auf Asylunterkunft in Deutschland

In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Männer in ein Flüchtlingsheim eingebrochen. Nach Polizeiangaben sollen sie mit einem Messer bewaffnet gewesen sein. Eine fremdenfeindliche Motivation sei nicht auszuschliessen.

Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer sind auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft im deutschen Parchim vorgedrungen. Mehrere Bewohner, die sich vor der Unterkunft aufhielten, konnten sich in Sicherheit bringen und den Wachdienst alarmieren.

Die Männer hätten sich am Dienstagabend Zutritt zu dem Gelände verschafft, teilte die Polizei mit. Einer soll ein Messer mit einer 20,5 Zentimeter langen Klinge bei sich getragen haben.

Strafverfahren eingeleitet

Die beiden Männer flüchteten, seien indessen aber gefasst worden. Sie waren mit mehr als zwei Promille erheblich alkoholisiert. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstosses gegen das Waffengesetz ein.

Die Täter sollen aus der Gegend stammen. Sie gehören angeblich nicht der rechten Szene an, ein rassistischer Hintergrund ihrer Tat sei aber nicht auszuschliessen.

In Deutschland kommt es derzeit gehäuft zu Anschlägen auf geplant oder bereits belegte Flüchtlingsheime.

Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland 2015

24. August
Im brandenburgischen Nauen bei Berlin brennt in der Nacht eine Sporthalle nieder, in der Asylbewerber hätten untergebracht werden sollen. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von Brandstiftung aus.
22. August
Zum wiederholten Mal demonstrieren im säschsischen Heidenau Hunderte gegen die Aufnahme von Asylbewerbern. In den folgenden Tagen kommt es zu Gewalt gegen die Polizei, Duzende Beamte werden verletzt.
21. August
In der Nacht schleudern in Berlin mehrere Angreifer Brandsätze gegen eine neue Asylunterkunft. In der selben Nacht brennt es in einem Flüchtlingsheim im oberpfälzischen Neustadt an der Waldnaab.
26. Juli
In Dresden gehen in einem Flüchtlingsheim nach Steinwürfen Scheiben zu Bruch. In Brandenburg/Havel entgeht eine Flüchtlingsfamilie nur knapp einem Brandanschlag auf ihre Wohnung.
19. Juli
Jugendliche werfen bei einer Flüchtlingsunterkunft in Sachsen-Anhalt Steine auf Rotkreuz-Helfer. Eine 20-jährige Helferin wird leicht verletzt.
18. Juli
In der Nacht geht in Remchingen (Baden-Württemberg) ein leerstehendes früheres Vereinsheim in Flammen auf, in das Flüchtlinge einziehen sollten.
16. Juli
Im oberbayerischen Reichertshofen legen in der Nacht Unbekannte Feuer an zwei Eingängen eines Gebäudekomplexes. Im September sollten 67 Asylbewerber einziehen.
Mitte Juli
Gleich an mehreren Tagen wird auf ein Flüchtlingsheim in Böhlen bei Leibzig geschossen. Teile der Fassadenverglasung und eine Fensterscheibe gehen zu Bruch.
1. Juli
In der Nacht wird eine geplante Flüchtlingsunterkunft im hessischen Mengerskirchen mit Schweineköpfen, Innereien und Schmierereien verschmiert.
28. Juni
Im sächsischen Meissen verüben Unbekannte in der Nacht einen Brandanschlag auf eine noch leere Unterkunft. Am Tag darauf bricht in Lübeck in einem Rohbau für ein Asylbewerberheim Feuer aus.
JuniÜber Wochen kommt es im sächsischen Freital zu Neonazi-Aufmärschen gegen Asylbewerber, selbsternannte Bürgerwehren machen Stimmung gegen eine Unterkunft. Die Lage eskaliert, als wiederholt Gegendemonstranten attackiert werden.
6. Mai
In Limburgerhof im Bundesland Rheinland-Pfalz zünden in der Nacht Unbekannte eine noch im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft an.
4. April
Noch in der Nacht wird in einer fast fertigen Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt Feuer gelegt.
9. Februar
In Escheburg bei Hamburg wird eine Flüchtlingsunterkunft durch einen Brand unbewohnbar.
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25 Kommentare

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  • Kommentar von N.Belg , Luzern
    So ist die "zivilisierte" Welt wieder zeigt sich, gnadenlos auf armen Flüchtlingen. Zuerst sie in ihren Heimat bombardieren, jetzt hier. Man sollte froh sein, dass nicht alle kriegen wollen und fliehen vor dem Krieg. Man könnte vorübergehend sie aufnehmen und später zurück, wo Kriege vorbei sind.
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  • Kommentar von Christophe Bühler , 8135 Langnau am Albis
    Gewalt gegen staatliche Einrichtungen zeugt von schlechtem Demokratieverständnis und ist absolut zu ahnden und auf das Schärfste zu verurteilen. Danken wir dem Allmächtigen, dass in der Schweiz bis jetzt solche Exzesse noch nicht vorgekommen sind. Hoffentlich bleibt das so. Schuld ? Wenn Ordnungstaatliche Prinzipien von UNHCR und EU nicht ausgeführt werden, dann sicher auch die Politik. Deutschland sollte das Volk abstimmen lassen, was die wollen.
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  • Kommentar von Willy Gruen , Crassier
    Merkwürdige Berichterstattung hier beim srf, aber auch in anderen Medien. Da gibt es tausende von Initiativen der 'normalen' Bürger in Deutschland, die den Flüchtlingen helfen (Essen, Decken, Unterkünfte, Deutschkurse usw). Aber schlechte Nachrichten bringen wahrscheinlich mehr Klicks, und das ist ja das, was am Ende zählt, wie uns SVP-Brunner bei Schawinski vor zwei Tagen glauben machen wollte. Schlechte Nachrichten sind interessante Nachrichten. Und das Wutbürger-Weltbild wird bestätigt.
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