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Druck auf Journalisten wächst Wenig zu feiern am Tag der Pressefreiheit

Legende: Audio Schwierige Bedingungen für Journalisten abspielen.
1:55 min, aus HeuteMorgen vom 03.05.2017.
  • Um die Freiheit der Medien steht es von Jahr zu Jahr schlechter. Die Erosion dieses Grundrechts ist in vielen Teilen der Welt schon lange offenkundig.
  • Nun erfasst sie auch europäische Länder. Es geht keineswegs nur um besonders krasse Fälle wie Russland und die Türkei.

Sinkende Werbeerträge wirken sich aus

Laut einer Studie im Auftrag des Europarates fühlen sich fast ein Drittel der Journalisten unter Druck: physisch, psychisch, wirtschaftlich. Zum Teil von Regierungen, aber auch aufgrund von Hetzkampagnen gegen Journalisten im Internet. Dazu kommt der wirtschaftliche Druck auf Medienunternehmen. Er erzwingt Kürzungen der Redaktionsbudgets und bisweilen Willfährigkeit gegenüber Forderungen von Anzeigekunden.

Niels Muiznieks, der Menschenrechtskommissar des Europarats, sieht auch die journalistische Unabhängigkeit öffentlich-rechtliche Sender bedroht. Von Polen bis in die Türkei, von Griechenland über Bulgarien und Rumänien bis Spanien und Österreich nimmt die politische Einmischung in die redaktionelle Freiheit zu. Die Gesetze, die das verhindern sollten, sind oft zu lax oder werden ignoriert. Genauso wie die Prinzipien der Europäischen Menschenrechtskonvention.

«Fake news-Vorwurf» grassiert

Geradezu dramatisch ist die Lage in Russland. In der Türkei siind zurzeit je nach Quelle zwischen fünfzig und über 150 Journalisten in Haft. Doch auch vielerorts sonst, selbst in Westeuropa verschlechtert sich die Situation. Populisten aller Lager würden, so Thorbjörn Jagland, sämtliche Informationen, die ihnen nicht passen, als «Fake News» abqualifizieren.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Graf (U.G)
    Die Presse ist schon lange nicht mehr frei. Aber oft nicht weil sie nicht frei sein könnte, sondern weil sie ideologisch verblendet ist. Gefangen im eigenen Gedankengut und Gefressen von der political correctnes. Sie selbst ist massgeblich mit verantwortlich für ihre Situation. Den grössten Anfeindungen haben mit Abstand die unabhängigen Medien weil sie Dinge berichten die die Mainstream Presse nicht mehr bringt.
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    1. Antwort von Ivo Muri (Ivo Muri)
      Stimmt - man erinnere sich an die berühmte Rede von John F. Kennedy an die Medienschaffenden. Kennedy hatte zwei Eigenschaften, die heute vielerorts fehlen. Wahrhaftigkeit und Zivilcourage.
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    2. Antwort von M. Jaeger (jegerlein)
      Und, speziell in CH, korrumpiert durch die direkten Bundes-Subventionen aus dem Medien Topf und von der Angst gelähmt dass man bei unangenehmer Berichterstattung böse Blicke erntet oder, die Höchststrafe, gemobbt wird von den Regierenden.
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