Weniger Hinrichtungen in den USA

Im Jahr 2014 sind in den USA 35 Häftlinge hingerichtet worden. Das sind so wenige wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die meisten Todesurteile werden in den Bundesstaaten Missouri, Texas und Florida vollstreckt.

Elektrischer Stuhl, Bahre.

Bildlegende: In den USA gab es im laufenden Jahr so wenige Hinrichtungen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Keystone

In den USA sind in diesem Jahr so wenige Menschen hingerichtet worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. 2014 wurden insgesamt 35 Häftlinge hingerichtet, wie das US-Informationszentrum zur Todesstrafe (DPIC) mitteilte.

Im vergangenen Jahr waren noch 39 Todesurteile vollstreckt worden. Auch die Zahl der neuen Todesurteile ging demnach auf 72 zurück – die niedrigste Zahl seit der Wiedereinführung der Todesstrafe vor 40 Jahren.

30 Jahre unschuldig hinter Gittern

Die US-Bürger sähen die Todesstrafe immer skeptischer, erklärte das DPIC. In diesem Jahr wurden den Angaben zufolge nur noch in sieben Bundesstaaten Todesurteile vollstreckt. Die weitaus meisten fanden in Missouri, Texas und Florida statt.

Ohio, Oklahoma und Arizona ordneten eine Überprüfung ihrer Hinrichtungspraxis an. Dies, nachdem es mehrere qualvolle Hinrichtungen wegen Problemen mit kaum erprobten Medikamentencocktails in Giftspritzen gegeben hatte.

Rund 3000 Häftlinge im Todestrakt

Seit der Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976 wurden insgesamt mehr als 1300 Menschen hingerichtet. Nach Angaben des DPIC sitzen landesweit noch 3035 Häftlinge im Todestrakt.

Sieben zum Tode verurteilte Häftlinge wurden in diesem Jahr für unschuldig erklärt und aus der Haft entlassen – nach durchschnittlich 30 Jahren hinter Gittern.