Wer war Jassir Arafat?

Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat wurde als Sohn eines Textilhändlers 1929 vermutlich in Kairo geboren. Er selbst gab Jerusalem als Geburtsort an. Für die Palästinenser war der Mann mit dem schwarz-weissen Kopftuch Symbolfigur ihres Kampfes für einen eigenen Staat.

Arafat im Helikopter

Bildlegende: Arafat wurde 2004 wegen seinem Gesundheitszustand nach Paris ausgeflogen. Keystone

Die wichtigsten Stationen im Leben des Jassir Arafat:

  • 1958: Arafat gründet die Organisation Al-Fatah, die einen unabhängigen Palästinenserstaat anstrebt.
  • 1969: Er wird Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO.
  • 1974: Arafat spricht erstmals vor der UNO-Vollversammlung.
  • 1982: Nach dem Einmarsch israelischer Truppen in den Libanon geht Arafat nach Tunesien.
  • 1988: Während des ersten Palästinenseraufstandes ruft er den Staat Palästina aus. Zugleich erkennt Arafat das Existenzrecht Israels an.
  • 1993: Er besiegelt mit Israels Regierungschef Izchak Rabin und US- Präsident Bill Clinton das erste Autonomieabkommen.
  • 1994: Friedensnobelpreis zusammen mit Rabin und dem israelischen Aussenminister Schimon Peres.
  • 1996: Die Palästinenser wählen Arafat zum Präsidenten.
  • 2000: In Camp David (USA) scheitert der Versuch, Arafat und Israels Regierungschef Ehud Barak zu einem Friedensvertrag zu bewegen. Ein Volksaufstand der Palästinenser besiegelt Arafats Abstieg.
  • 2001: Israel stellt Arafat unter Hausarrest.
  • 2004: Nach einem Zusammenbruch kommt er in ein Militärspital bei Paris, wo er nach mehreren Tagen im Koma am 11. November stirbt.
  • 2012: Am 31. Juli erstattet Suha Arafat in Frankreich Anzeige wegen Ermordung ihres Ex-Mannes gegen unbekannt.
  • 2012: Am 27. November wird Arafats Leichnam exhumiert und untersucht.
  • 2013: Am 6.November werden von einem Lausanner Institut erste Ergebnisse veröffentlicht.