Westliche Al-Kaida-Geiseln aus Versehen getötet

Tödlicher Irrtum: Bei einer Anti-Terroraktion sind an der afghanisch-pakistanischen Grenze auch zwei Geiseln getötet worden: Ein US-Amerikaner und ein Italiener. Das Ganze war bereits im Januar passiert. Doch erst jetzt wurde der Vorfall bekannt.

An der afghanisch-pakistanischen Grenze sind bei einem amerikanischen Anti-Terror-Einsatz im Januar versehentlich zwei westliche Geiseln getötet worden: Ein US-Amerikaner und ein Italiener. Dies teilte der US-Regierungssprecher in Washington mit.

Die beiden Männer befanden sich in der Gewalt der Terrormiliz Al-Kaida; der US-Geheimdienst habe von ihrer Präsenz nichts gewusst. Es handelte sich um einen Raketenangriff mit einer Drohne, so das «Wall Street Journal».

Auch zwei US-Bürger unter den Toten

US-Präsident Barack Obama entschuldigte sich bei den Familien der getöteten Geiseln. Er übernehme die volle Verantwortung für die Operation: «Keine Worte können ihren Verlust aufwiegen.»

Bei diesem und einem zweiten Angriff seien zwei weitere US-Bürger getötet worden, hiess es. Diese hätten jedoch für die Al-Kaida gearbeitet, seien aber nicht speziell ins Visier genommen worden. Die USA hätten nichts von ihrer Anwesenheit gewusst.