Zum Inhalt springen

International Wie Cockpit-Türen gesichert sind

Seit dem 11. September 2001 sind Cockpit-Türen aufgerüstet worden. Sie schliessen nun automatisch und können vom Piloten blockiert werden. Im Falle der Germanwings-Maschine erwies sich das als fatal.

Legende: Video Animation: Regelung Cockpit-Zugang (Engl. komm.) abspielen. Laufzeit 5:28 Minuten.
Vom 26.03.2015.

Nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 sind die Cockpit-Türen in Flugzeugen besonders gesichert worden, um unerlaubtes Eindringen zu verhindern. Die Türen halten Schüsse ins Cockpit ab und können von der Crew nur mit einem bestimmten Code geöffnet werden.

Legende: Video Stimmenrecorder gefunden abspielen. Laufzeit 1:40 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.03.2015.

Jede Airline hat diesbezüglich ihre speziellen Regelungen. Zudem zeigt nach Angaben des Flugzeugherstellers Airbus eine Video-Kamera der Besatzung, wer gerade Einlass begehrt. Bei einer Bedrohungslage können die Piloten die Tür schliesslich auch dann blockieren, wenn aussen der korrekte Code eingegeben wird.

Pilot kann sich im Cockpit einsperren

In besonderen Notfällen besteht nach Angaben der Vereinigung Cockpit technisch zwar die Möglichkeit, auch von aussen die Cockpit-Tür zu öffnen. Aus Sicherheitsgründen öffnet sich die Tür dann meist aber erst nach einer Zeitverzögerung. Je nach Programmierung kann die Verzögerung Sekunden oder auch Minuten dauern. Und sie versagt, wenn der Pilot im Cockpit den Zugang blockiert.

Im Falle der Germanwings-Maschine war das allerdings fatal. Wie es scheint, verweigerte der Co-Pilot dem Piloten den Zutritt, als dieser von der Toilette ins Cockpit zurückkehren wollte. Danach leitete der Co-Pilot den Sinkflug ein, bis das Flugzeug in den Bergen zerschellte.

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Als die "Panzertüren" nach 9/11 eingeführt wurden, war der Sinn der Massnahme klar: "Primär geht es nur darum, Entführer daran zu hindern, das Flugzeug zu kapern und in ein Ziel zu lenken." Ein eigentlicher Schutz für Passagiere und Crew ist nicht Gegenstand der Sache und schlägt wie in dieser Tragödie, sogar ins Gegenteil um. Der letzte Unsicherheitsfaktor ist und bleibt der Mensch. Je mehr Sicherheitsvorkehrungen, desto unflexibler und störungsanfällig ein System in seiner Funktionalität.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Wenn ich als logisch denkender Mensch die englische Cockpit-Erklärung. analysiere , ist es völliger Unsinn zu argumentieren, dass wegen der Terrorgefahr der Pilot im Cockpit die Türe von innen so verschliessen muss können, dass niemand mehr von Aussen eindringen kann -also selbst der austretende Co -Pilot nicht mehr zurück ins Cockpit kommt, wenn der andere Pilot diese Sperre betätigt. Denn jeder Terrorist kann somit die Stewardess zwingen, mit ihr ins Cockpit zu kommen. Das ist USA Sicherheit?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Vor allem, weigert sich der Pilot die Türe zu öffnen, allfällige Terroristen, die Maschine nicht mehr in ein eventuelles Ziel lenken können, sie trotzdem einfach so abstürzen lassen können. Und uns ist nicht bekannt, wie die Order für Piloten ist, wird Bordpersonal als Geiseln genommen, damit sie die Türe öffnen. In der USA könnte ich mir vorstellen, dass sie egal wie die Situation an Bord auch ist, sie unter keinen Umständen geöffnet werden darf. Um ein zweites 9/11 zu verhindern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Hedvika Post, Zürich
      Nein,das ist nicht Amerikanische Sicherheit,da Amerikanische Airlines eine zusätzliche Sicherheit eingebaut haben,nämlich die Immer-2-Crewmitglieder-In-Cockpit-Regelung,sondern eine ungenügende Massnahme der zumeist Europäischen Airlines,auch FlugsicherheitsExperten haben schon länger auf dieses Risiko hingewiesen,nur wurde eine nötige Aenderung diesbezüglich nicht für nötig gehalten,leider brauchen CEOLufthansa Tote und happige Klagen,bevor sie die Flugsicherheit verbessern
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Eigentlich müsste es, seit 2 Pikten im Cockpit sind, selbstverständlich sein, dass das Cockpit immer von 2 Leuten besetzt ist Es könnte ja mal ein Pilot von Unwohlsein befallen werden und nicht mehr fähig sein, das Flugzeug zu steuern. Ist er in diesem Moment allein, kann das gravierende Folgen haben, wie wir nun leider erfahren mussten. Durch Erfahrung wird man klug, leider auch durch eine tragische.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen