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International Wieder eine Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer

In den letzten Tagen sind im Mittelmeer offenbar bis zu 700 Flüchtlinge ertrunken. Das meldet das Flüchtlingshilfswerk der UNO, das sich dabei vor allem auf Aussagen von Überlebenden stützt. Gleichzeitig gelang es den Rettungskräften über 14‘000 Personen zu retten und nach Italien zu bringen.

Männer, die einen Holzsarg aus einem Schiff ausladen
Legende: Leiche um Leiche wird aus dem Mittelmeer geborgen. Keystone/Archiv

Allein in den letzten Tagen sollen drei Schiffe im Mittelmeer gesunken sein. Eines war ein Fischkutter ohne Motor, der im Schlepptau eines grösseren Schiffes aufs Meer gezogen wurde. Als der Fischkutter mit Wasser volllief, liess der Schlepper die Leine zum sinkenden Boot kappen. Allein bei diesem Unglück sollen mehrere hundert Personen ertrunken sein.

Die hohen Opferzahlen lassen sich auch dadurch erklären, dass es in Libyen kaum mehr seetüchtige Schiffe gibt. Darum füllen die Schlepper auch alte Boote in der Hoffnung, dass die italienische Küstenwache eingreift und die Migranten rettet.

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Westafrika

In den letzten Tagen ist die Zahl der in Italien ankommenden Flüchtlinge stark gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen bisher übers Ganze gesehen aber stabil. Auch die Schliessung der sogenannten Balkanroute hatte bisher nur minime Auswirkungen auf Italien, denn unter den Neuankommenden sind bisher nur wenige Syrer. Die meisten sind Westafrikaner.

Italiens Regierungschef Matteo Renzi hofft darauf, dass die EU ähnlich wie mit der Türkei auch mit afrikanischen Staaten Abkommen abschliesst, die es erlauben, die Migration zu kontrollieren und zu reduzieren. Ein Plan der noch nicht konkret ist und für den vor allem auch das Geld fehlt.

13 Kommentare

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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Während aus Afrika die Wirtschaftsflüchtlinge aus dem Meer gerettet werden, gehen die armen Hunde in Syrien im Krieg drauf, weil sie es nicht zu uns schaffen. Tolle Leistung!
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Es ist an der Zeit die Kinderstunde zu beenden. Es sind weder Kriegs- noch Terrorflüchlinge, die jung, gesund und meistens männlich die Fahrt auf seeuntüchtigen Booten teuer erkaufen und machmal auch teuer bezahlen. Sie tragen die Hauptschuld an ihrem Unglück, dann unsere Politiker, Medien und Hilfsindistruellen, die dieses Chaos endlich beenden müssten anstatt es zu befeuern. Sie sind es, die es schufen und erhalten!
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  • Kommentar von Urs Graf (U.Graf)
    14000 in wenigen Tagen gerettet.. Mindestens so dringend würden mich die regelmässigen und aktuellen Zahlen derjenigen interessierten die an unserer Grenze "Asyl" stellen
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    1. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      So viele wie man meint kommen gar nicht zu uns. Die meisten bleiben in Italien und verdienen sich dort ihren Lebensunterhalt mit Schwarzarbeit. Das ist in Italien kein Problem, illegale Beschäftigungen sind dort für über 20% der gesamten Wirtschaftsleistung verantwortlich. Und die Mafia holt sich auch ihren Teil von den Flüchtlingen.
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